Lieblingsmensch! Namika zurück mit neuem Album

Mit «Que Walou» sprengt die Rapperin Sprach- und Genregrenzen

Namika im Studio Namika mir Radio Pilatus Redaktor Caspar van de Ven im Studio Namika im Studio

Sie kommt aus Frankfurt und war 2015 mit «Lieblingsmensch» auch bei uns in den Charts. Nun liefert Namika ihr zweites Album ab. Es heisst «Que Walou» und erscheint am 1. Juni. Vorher schon war sie bei uns zu Besuch.

Namika ist Rapperin, Songschreiberin und Sängerin und bisher kennt man sie vor allem mit Songs auf Deutsch. Nun aber lässt sie sprachliche Grenzen hinter sich. Mit ihrem neuen Album „Que Walou“ verbindet sie gekonnt ihre Heimat in Frankfurt am Main mit ihren Wurzeln in der marokkanischen Küstenstadt Nador. Dies eben auch sprachlich.

Deutsch, Französisch und Amasirisch

Auf «Que Walou» singt Namika immer auch wieder auf Französisch und auf Amasirisch, einer nordafrikanischen Sprache. Dies ist die Sprache ihrer Mutter, mit welcher die deutsche Sängerin auch aufgewachsen ist. Französische Textpassagen hat der Song «Je ne Parle pas français», weil sie die Sprache einfach so unheimlich schön findet. Wenn sie sie doch bloss auch verstehen würde. Dazu erzählt uns Namika die Geschichte eines jungen Mannes am Strand in den Ferien. Dieser sprach sie auf französisch an und sie konnte nur sagen: «Je ne Parle pas français» - aber bitte sprich weiter!

Die Geschichte ihres Vaters

Bereits da sind auch die Singles «Que Walou» und «Ahmed (1960-2002)». Es ist der wohl ergreifendste Song des Albums und dreht sich um Namikas Vater. Dieser verliess die Familie bereits vor der Geburt der heute 26-Jährigen. Kennengelernt hat ihn Namika nie.

Für die Katz, aber gern gemacht

«Que Walou» ist eine marokkanische Redewendung und bedeutet so viel wie «De Rien» oder «Gern geschehen». Es kann aber auch negativ gebraucht werden, wenn einem etwas einfach nicht gelingen will – «Für nichts» oder «Für die Katze». Diese beiden Bedeutungen fasst Namika auf ihrem Album zusammen: «Auch wenn ich etwas für nichts gemacht habe, habe ich es gerne gemacht», sagt sie im Interview mit Radio Pilatus und Tele 1.

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