Projektierung der Spange Nord geht los

Kantonsparlament Luzern bewilligt Kredit von 6,5 Millionen

Demo gegen die Spange Nord vor dem Regierungsgebäude Luzern. Gegner der Spange Nord überreichten den Parlamentariern Infos gegen das geplante Strassenbau-Projekt.

Das Luzerner Kantonsparlament hat mit 80 Ja gegen 25 Nein dem Projektierungskredit von 6,5 Millionen Franken für die Spange Nord deutlich zugestimmt. Damit setzte sich die bürgerliche Mehrheit im Parlament durch. Von linker Seite gab es dagegen heftige Kritik, und vor Sessionsbeginn demonstrierten Gegner der Spange Nord vor dem Regierungsgebäude.

Die Emotionen zur Spange Nord gehen seit Wochen hoch. Zusätzlich verschärfte sich die Situation, seit die Luzerner Stadtregierung von der Kantonsregierung verlangte, definitiv auf diesen Autobahnzubringer zu verzichten. Diese vierspurige Strasse mitten durch die Wohnquartiere im Norden der Stadt sei ein veraltetes, überflüssiges Strassenbauprojekt.

Ganz anderer Meinung die bürgerliche Mehrheit aus FDP, SVP und CVP im Kantonsparlament. Es hagelte teils Kritik an die Adresse der Stadt, es sei unverantwortlich, nicht einmal eine Planung dieser Strasse zulassen zu wollen. Luzern sei schon aufgrund seiner geographischen Lage ein Nadelör, weshalb man etwas machen müsse.

Die Grünliberalen, die SP und die Grünen wehrten sich gegen die Spange Nord. Man wolle hier der Stadt eine Strasse aufzwingen, welche diese nicht will. Es sei auch fraglich, wie man das gegenüber der Landschaft verantworten wolle. So warte man in Wolhusen schon lange auf eine Umfahrung, dafür fehle aber dann das Geld, wenn man die Spange Nord baue.

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  1. Kantonsparlament SpangeNord. Audio: Urs Schlatter

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  1. Spange Nord im Kantonsparlament. Audio: Urs Schlatter

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