Schweizer trinken immer weniger Milch

Hat das Schweizer Nationalgetränk bald ausgedient?

Sie war einst DAS Nationalgetränk der Schweiz: die Milch. Heute trinken die Schweizer aber so wenig Milch wie noch nie. Ob der Milchkonsum für einen gesunden Lebensstil wichtig ist - da gehen die Meinungen heutzutage stark auseinander.

Der Konsum von Kuhmilch in der Schweiz ist laut der "SonntagsZeitung" seit Jahren rückläufig und erreicht nunmehr neue Tiefstwerte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen des Branchenverbands Swissmilk. Vor knapp 70 Jahr konsumierten die Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf noch über 230 Kilogramm Milch, heute sind es mit 57 Kilogramm nur noch gerade ein Viertel davon.

Veganer ernährt sein Kind vegan

Einer, der schon lange auf Milchprodukte verzichtet und sich seit 10 Jahren vegan ernährt, ist der Luzerner Armando Martinez. "Milchprodukte schädigen den Darm. Deshalb ernähre ich auch meine einjährige Tochter vegan", erklärt Martinez. Er sei überzeugt davon, dass Kinder Milchprodukte nicht zwingend brauchen. Dass seine Tochter deutlich kleiner ist als ihre Artgenossen, führt er nicht auf den Veganismus zurück. Seine Tochter werde im Moment ja auch noch gestillt.

Wichtige Nährstoffe in Milch enthalten

Kinderärzte und Ernährungsberater berichten gemäss "SonntagsZeitung" jedoch immer wieder von mangelernährten Kindern, weil Eltern das Trinken von Kuhmilch verböten. Problematisch findet dies auch Dorothea Lang, Kinder- und Jugendärztin aus Emmenbrücke: "In Milch sind alle Nährstoffe enthalten, die für Kinder im Wachstum sehr wichtig sind, zum Beispiel Calcium, Aminosäuren oder Vitamine." Dass die Schweizerinnen und Schweizer trotzdem immer weniger Milch trinken, erstaunt die Ärztin.

Schweizer Milch

Kommentieren

comments powered by Disqus