Luzerner Bankräuber soll 7 Jahre hinter Gitter

Der 56-Jährige ist auch wegen Pornografie angeklagt

Der 56-Jährige überfiel vor zwei Jahren die Luzerner Kantonalbank in Weggis.

Er überfiel drei Banken, sammelte tier- und kinderpornografische Bilder, fotografierte seine minderjährige Tochter in Unterwäsche, erpresste Verwandte und betrog die Versicherung. Es ist ein langes Register an Straftaten, die einem 56-Jährigen zur Last gelegt werden. Am Donnerstag, 17. Mai, stand er vor dem Luzerner Kriminalgericht.

Vor zwei Jahren überfiel der Angeklagte die Kantonalbank in Weggis und flüchtete danach mit der Luftseilbahn auf die Rigi. Dort wurde er von der Polizei festgenommen. In Untersuchungshaft stellte sich heraus, dass der Mann bereits zwei andere Banken überfallen hatte: 2015 die Kantonalbank in Hochdorf und in Rothenburg.

Betrug, Erpressung und Pornografie

Dem 56-jährigen Schweizer konnten neben den drei Banküberfällen noch weitere Straftaten nachgewiesen werden. Er stand auch wegen versuchter Erpressung eines Verwandten, Kinder- und Tierpornografie sowie Betrug und Urkundenfälschung vor Gericht. Der Angeklagte soll seine minderjährige Tochter in Unterwäsche fotografiert und pornografische Bilder gesammelt haben. Zudem hat er sich bei der Versicherung laut Anklageschrift als arbeitsunfähig ausgegeben und Kranketaggelder bezogen, obwohl er weiterhin arbeitete. 

Geldsorgen als Motiv

Der Angeklagte war geständig und wurde während der Verhandlung mehrmals von seinen Gefühlen übermannt. Er habe Geldsorgen gehabt und seiner Frau und seiner Stieftochter etwas bieten wollen, sagte der Mann aus. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren, die Verteidigung forderte vier Jahre. Der Mann befindet sich zurzeit bereits im vorzeitigen Strafvollzug. Das Urteil des Luzerner Kriminalgerichts wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

Audiofiles

  1. 3fach-Bankräuber stand vor Gericht. Audio: Philipp Breit

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