Heftige Diskussionen zur Spange Nord

Im Luzerner Stadtparlament gingen die Emotionen hoch

So trifft die Spange Nord das Luzerner Maihofquartier

Der geplante Autobahnzubringer «Spange Nord» hat am Donnerstag, 17. Mai, im Luzerner Stadtparlament zu heftigen Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern geführt. Zwar hat die Stadt zu diesem Projekt direkt nichts zu sagen. Die Stadtregierung hatte allerdings vor einem Monat klar gefordert, dass der Kanton auf das 200-Millionen-Projekt verzichten soll.

Im Stadtparlament standen drei Vorstösse zur "Spange Nord" auf der Traktandenliste. Es handelte sich in allen drei Fällen um Interpellationen, also Anfragen an die Stadtregierung. Entscheide wurden somit keine gefällt, umso heftiger waren aber die Diskussionen zwischen linken und bürgerlichen Parteien.

Albert Schwarzenbach von der CVP meinte, dass die Stadt sich mit ihrem Verhalten zunehmend ins Abseits manövriere. Er höre immer wieder von Abschottungspolitik, der Wind sei rauher geworden. Ganz anders tönte es bei Nico van der Heiden von der SP: "Das Projekt Spange Nord gehört auf den Schrottplatz mit dummen Beton-Ideen." Man könne heute nicht einfach mit zusätzlichen Strassen Verkehrsprobleme lösen, das sein ein Lösungsansatz aus den Siebzigerjahren.

Das Kantonsparlament hatte vergangene Woche für die Planung der «Spange Nord» einen Kredit von 6,5 Millionen Franken bewilligt.

Audiofiles

  1. Heftige Debatte zur Spange Nord im Luzerner Stadtparlament.. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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