LU: Standort Allmend soll Car-Problem lösen

Die Stadtregierung will damit auch die Innenstadt aufwerten

Geht es nach dem Luzerner Stadtrat, sollen beim Schwanenplatz langfristig keine Cars mehr halten.

Die Diskussion um den Dauerbrenner geht weiter: Die Luzerner Stadtregierung will das Carproblem  langfristig lösen und fokussiert dabei weiterhin auf einen Carparkplatz auf der Allmend. Die weitere Aufwertung der Innenstadt sowie ein zentrales Parkhaus schliesst man aber nicht aus.

Eines sei von vorhinein klar, sagte Stadtpräsident Beat Züsli am Freitag, 18. Mai, anlässich der Präsentation des Berichtes "Attraktive Luzerner Innenstadt". "In der Luzerner Innenstadt wird es immer irgendwo Cars geben. Nur schon, weil die Zufahrt zu den Hotels gewährleistet sein muss." Dennoch will die Luzerner Stadtregierung das sich seit Jahrzehnten abzeichnende Carproblem in der Innenstadt endgültig lösen - und konzentriert sich dabei weiterhin auf den Stadtrand.

Parkaus in Innenstadt wäre möglich

Angepeilt wird eine Lösung mit dem Standort Allemend, wo ein grosser Carparkplatz entstehen könnte. Von da aus würden die Touristen dann mittels Zentralbahn ins Zentrum gebracht. Ein Parkhaus mitten in der Innenstadt, wie dies die Initiative "Aufwertung der Innenstadt: Kein Diskussionsverbot - Parkhaus Musegg vors Volk!" forderten, schliesst die Stadtregierung nicht aus. Damit bleibt die Tür für ein Parkaus im Musegghügel oder unter dem Schweizerhofquai einen Spalt breit offen. Ein Komitee aus CVP, FDP, SVP und Wirtschaft hatte vor rund einem Jahr eine Initiative eingereicht, die verlangt, dass die abgebrochene Planung des Parkhaus-Projekts wieder aufgenommen wird.

Erst 2020 soll Klarheit herrschen

Eine Studie soll nun die Möglichkeiten des Standortes Allmend sowie die Kombination mit einem Parkhaus in der Innenstadt aufzeigen. Auf der Allmend wolle man zudem einen Car-Testbetrieb aufgleisen, um den Nutzen der Idee zu evaluieren. "Wir möchten alle Betroffenen, das sind Tourismusgruppen, Verkehrsteilnehmer und viele andere in den Prozess einbinden. Das braucht Zeit", erklärte Stadtrat Adrian Borgula am Freitag gegenüber den Medien. Man habe mit einem solchen partizipativen Prozess bereits gute Erfahrungen gemacht, beispielsweise bei der Planung der Bahnhofsstrassengestaltung. Wo die Cars letzten Endes hinkommen, wird somit frühstens Ende 2020 klar sein.

Aufwertung von Plätzen und Gassen

Neben einer Lösung für das Carproblem, strebt die Luzerner Stadtregierung auch die Aufwertung der Innenstadt an. Diverse Gassen und Plätze der Altstadt, die Pfistergasse und der Reusssteg, der St. Karliquai und der Park Geissmattbrücke sowie der Bundesplatz sollen neu gestaltet werden. "Diese Neugestaltung soll die Qualität der Plätze und Gassen erhöhen und so dazu führen, dass die Menschen länger verweilen", sagte Stadträtin Manuela Jost.

Für die Aufwertung der Innenstadt sowie die Planung der Carparkplätze beantragt die Luzerner Stadtregierung beim Stadtparlamet 4 Millionen Franken. Das Stadtparlament wird am 28. Juni darüber beraten, das Luzerner Stimmvolk kann zudem am 23. September 2018 über die Initiative "Aufwertung der Innenstadt: Kein Diskussionsverbot - Parkhaus Musegg vors Volk!" abstimmen.

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