LU: Wie sich der Verkehr weiterentwickeln soll

Stadt Luzern legt neue Mobilitätsstrategie vor

Die Mobilitätsbedürfnisse steigen. Im Bild der Schweizerhofquai in der Stadt Luzern.

Ob mit dem Auto, mit dem öffentlichem Verkehr, auf dem Velo oder zu Fuss: Laut der Luzerner Stadtregierung haben die Mobilitätsbedürfnisse zugenommen. Deshalb hat die Stadt Luzern ihre Mobilitätsstrategie überarbeitet und heute vorgestellt. Die Neuerungen stossen auf altbekannten Widerstand.

Das für das Jahr 2035 gesetzte Ziel der neuen Mobilitätsstrategie lautet: "In Luzern sind alle gern, sicher und zuverlässig unterwegs". Die Strategie setzt verschiedene Ziele fest, unter anderem sollen bis 2035 doppelt so viele Velofahrer in der Stadt Luzern unterwegs sein, dafür soll der Autoverkehr um 10 Prozent weniger werden. Bei der Pressekonferenz von Montag, 28. Mai, erwähnte der Stadtrat diverse Massnahmen. So sollen neue Fussgänger- und Velowege gebaut und mehr Buslinien miteinander verknüpft werden. 

Unterirdische Parkplätze haben Zukunft

Ampeln sollen vermehrt auf die Bedürfnisse der Fussgänger ausgerichtet werden. Zudem soll mittels Parkleitsystemen Autofahrern bald auch bequem auf dem Handy angezeigt werden, wo freie Parkplätze zu finden sind. Und die Strassen sollen mehr Aufenthaltsqualität erhalten, indem oberirdische Parkplätze vermehrt in unterirdische Parkgaragen verlagert werden. Das kommt nicht bei allen gut an. Der TCS Sektion Waldstätten moniert, dass Autos regelrecht aus der Stadt verdrängt würden und nicht auf die Bedürfnisse derjenigen Leute, die auf ein Auto angewiesen sind, Rücksicht genommen werde. 

Parlament diskutiert im Herbst

Der Stadtrat betonte an der Pressekonferenz, dass mit der Mobilitätsstrategie bislang keine konkreten Projekte beantragt werden. Zudem soll sie im Verlauf der Jahre weiterentwickelt werden. Nötig ist eine revidierte Mobilitätsstrategie aus Sicht des Stadtrates, weil die Stadt weiter wächst. Mehr Leute bedeuteten auch mehr Mobilitätsbedürfnisse, sagte der Luzerner Verkehrsdirektor Adrian Borgula. Das Parlament wird im Herbst von dem überarbeiteten Planungsinstrument Kenntnis nehmen. Dieses solle eine möglichst sachliche und unaufgeregte Mobilitätsdiskussion ermöglichen, sagte Borgula.

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