Heute ist Welt-Nichtraucher-Tag

Gesundheitsorganisationen warnen auch vor E-Zigaretten

Gemäss der WHO gibt es weltweit rund 1.1 Milliarden Raucher.

Weltweit wird zwar immer weniger geraucht, aber der Weltgesundheitsorganisation WHO geht der Trend nicht schnell genug. Noch immer stehen gemäss der WHO Millionen von Menschenleben auf dem Spiel. Auch E-Zigaretten würden das Problem nicht lösen.

Jedes Jahr am 31. Mai ist der «Welttag ohne Tabak». Gesundheitsorganisationen machen weltweit auf die Schäden von Tabakkonsum aufmerksam. Auch wenn es unglaublich erscheint, noch lange nicht alle Menschen wissen, dass Rauchen schädlich ist. Gerade in China ist dies überhaupt nicht verbreitet.

Die WHO hat zum Ziel, dass die Zahl der Raucher zwischen 2010 und 2025 um einen Drittel zurückgeht. Doch bereits heute könne man sagen, dass man dieses Ziel wohl nicht erreichen wird. Die WHO und andere Gesundheitsorganisationen wie beispielsweise Sucht Schweiz kritisieren insbesondere die Tabakwerbung. Es brauche noch strengere Regeln für Tabakwerbung oder diese soll gar ganz verboten werden.

Weltweit gäbe es gemäss der WHO rund 1.1 Milliarden Raucher. Jedes Jahr sterben nach Schätzungen drei Millionen Menschen in Folge von Tabakkonsum an Herzkrankheiten. Die WHO fordert deshalb noch konsequentere Anti-Raucher-Kampagnen.

4 Mythen über E-Zigaretten

Immer mehr im Kommen sind die E-Zigaretten. Doch auch diese würden die Zahl der Raucher nicht vermindern.

Hier 4 Mythen über die E-Zigaretten:

Mythos 1: "E-Zigaretten sind genauso schädlich wie Tabakzigaretten."

Fakt: E-Zigaretten sind deutlich weniger schädlich als Tabak. Die britische Regierungsagentur Public Health England (PHE) hat 2015 einen Report veröffentlicht, wonach E-Zigarettendampf um mindestens 95 Prozent weniger schädlich ist als Tabakrauch. Dieser Befund wurde von PHE in einer weiteren Publikation 2018 bestätigt. Außerdem ist die Gefahr, durch E-Zigaretten an Krebs zu erkranken laut PHE 99,5 Prozent geringer im Vergleich zum Tabakkonsum.

Mythos 2: "E-Zigaretten sind ein Produkt der Tabakindustrie."

Fakt: Die E-Zigaretten-Branche in Deutschland hat sich in zwei Richtungen entwickelt: Auf der einen Seite gibt es reine E-Zigaretten-Fachhändler und -hersteller sowie kleine und mittelständische Unternehmen ohne eine Verbindung zur Tabakindustrie, die den E-Zigarettenmarkt in Deutschland seit 2007 aufgebaut haben. Seit 2012 bieten auch Tabakkonzerne Produkte wie E-Zigaretten und

Tabakerhitzer an. Fakt: Die E-Zigarette selbst ist deutlich älter als das Engagement der Tabakkonzerne. Sie wurde schon 2003 in China entwickelt und 2004 auf den Markt gebracht.

Mythos 3: "Es gibt keine Langzeitstudien."

Fakt: Die Universität von Catania in Italien hat im November 2017 die erste Langzeitstudie zur E-Zigarettennutzung veröffentlicht. Über einen Zeitraum von 3,5 Jahren wurde untersucht, wie sich der Konsum von E-Zigaretten auf die Lunge von Nichtrauchern auswirkt. Ergebnis: Die Forscher fanden "keinerlei Verminderung des Lungenvolumens, Entwicklung von Atemwegssymptomen, Veränderungen der Marker für eine Entzündung der Lunge in der ausgeatmeten Luft oder Anzeichen von frühen Lungenschäden im CT Scan; ... Selbst die intensivsten Nutzer von E-Zigaretten zeigten keinen Nachweis für eine beginnende Lungenschädigung in den physiologischen, klinischen oder Entzündungen betreffenden Messungen. Darüber hinaus wurden keine Veränderungen im Blutdruck oder Herzfrequenz gemessen."

Mythos 4: "Auch E-Zigaretten erzeugen schädlichen Passivdampf."

Fakt: Eine im Februar 2018 veröffentlichte Untersuchung der Universität von Georgia kommt zu dem Ergebnis, dass der ausgeatmete Dampf von E-Zigaretten im Gegensatz zu Tabakrauch keine Konzentrationen von krebsfördernden Formaldehyden oder Acetalaldehyden beinhaltet. Hinzu kommt, dass bei E-Zigaretten - anders als bei Tabakzigaretten – kein Nebenstromrauch entsteht. Die Tabakzigarette glimmt solange, bis sie ausgedrückt wird und sondert in diesem Zeitraum toxische Substanzen in die Umgebungsluft ab. Nichtraucher in der Nähe des Rauchers inhalieren diese schädlichen Stoffe. Die E-Zigarette ist zwischen den einzelnen Zügen deaktiviert.

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