Lehrer sollen Klassen-Chats löschen

Die neue EU-Datenschutzverordnung verbietet Chats mit Minderjährigen

Lehrpersonen müssen Klassen-Whatsapp-Chats löschen, wegen neuer Datenschutzverordnung.

Ein neues EU-Gesetz hat Folgen für die Schweizer Schulen, wie die SonntagsZeitung berichtet. Sie müssen Klassenschats auf Whatsapp löschen. Grund ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, die am 25. Mai in Kraft trat.

Sie erlaubt die Datenverarbeitung nur bei Kindern ab 16. Whatsapp hat das Mindestalter für seine Nutzer entsprechend erhöht und wendet die neuen Regeln auch auf die Schweiz an. Erste grosse Schulen in den Kantonen Zürich und Bern reagieren bereits mit Arbeitsgruppen, Merkblättern und Elternbriefen, in denen sie über die Einstellung der Klassenchats informieren.

Lehrer nutzen Whatsapp bislang für das Weiterleiten von Informationen und Dokumenten. Ohne elterliche Einwilligung ist das nun illegal.  «Auch Hausaufgaben und Hilfestellungen dazu werden über Whats-App-Gruppen organisiert», sagt Christian Hugi, Präsident des Lehrerverbands des Kantons Zürich.  Hugi geht davon aus, dass Lehrer nun auf andere Apps ausweichen oder "auf einen Austausch via E-Mail umsatteln". Beim Verband "Bildung Bern" schlägt man gar vor, dass als Ersatz für Klassen-Chats "die gute alte SMS einspringen könnte". 

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