21- Jähriger Räuber und Möchtegern-Erpresser verurteilt

Er wurde zu einer Haftstrafe von 21 Monaten auf Bewährung verurteilt

Der 21-Jährige überfiel einen Laden (Symbolbild).

Eine bedingte Haftstrafe von 21 Monaten hat das Luzerner Kriminalgericht einem 21-Jährigen aufgebrummt, der einen Laden überfallen hat und eine Firma erpressen wollte. Ursprung des Übels ist ein Verlust bei Wettspielen.

Die beiden Taten beging der junge Schweizer im März 2017. Er deponierte bei einer Firma im Kanton Zug einen Brief in gebrochenem Deutsch, und forderte diese auf, ihm mindestens 15'000 Franken auf einem Parkplatz zu hinterlegen. "Wenn nicht wir massnahmen machen!!!", hiess es wörtlich im Schreiben, wie aus dem Urteil hervorgeht, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Firma verständigte umgehend die Polizei.

Fünf Tage nach dem Vorfall überfiel der Verurteilte einen Verkaufsladen in Werthenstein LU. Maskiert und mit einem Küchenmesser bewaffnet, forderte er von einer Angestellten Geld und ergatterte so über 1400 Franken. Er flüchtete, wurde aber wenig später in seinem Auto festgenommen. Der Raub sei das schwerwiegendste der begangenen Delikte, argumentierte die Anklage. Daneben machte sich der Verurteilte auch des Hausfriedensbruchs schuldig. Zusammen mit der versuchten Erpressung liege ein mittelschweres Verschulden vor.

Spielproblematik

Auf die Idee für die Taten kam der Beschuldigte, weil er an Geld gelangen wollte. Er hatte zuvor bei Wettspielen einen höheren Betrag verloren.

Das Urteil wurde nach abgekürztem Verfahren verhängt. Die Probezeit für die bedingte Freiheitsstrafe beträgt vier Jahre. Der Verurteilte muss seine bereits begonnene Beratung und Betreuung wegen Spielproblematik fortsetzen und rund 7000 Franken Verfahrenskosten zahlen.

Quelle: sda

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