Ostschweiz: Kräftige Gewitter mit starkem Regen

Wasser überflutet Turnhalle in Frauenfeld

Mehrere Autos blieben in einer Unterführung in Frauenfeld stecken.

Gestern Abend ist eine Unwetterfront über die Schweiz gezogen. Stark getroffen wurden vor allem die Regionen Zürich, Schaffhausen und Thurgau. Teilweise fiel innert weniger Stunden die Hälfte der Regenmenge, die normalerweise im ganzen Juni gemessen wird.

Laut Mitteilung von MeteoNews gab es erneut tausende Blitze und teils erhebliche Niederschlagsmengen. An der Station Zürich-Oerlikon (keine offizielle Messstation) wurden innerhalb weniger Stunden 55 l/m Niederschlag registriert. Auch an der Station Wallisellen (ebenfalls keine offizielle Messstation) konnten 45 l/m Niederschlag gemessen werden. Vergleicht man das mit dem langjährigen Mittel an der nächstgelegenen offiziellen Station (Zürich-Flughafen), entspricht dies ungefähr der Hälfte der normalerweise im Juni gemessenen Niederschlagsmenge.

Besonders stark wurde der Kanton Thurgau getroffen. Laut der Kantonspolizei gingen bei der Notrufzentrale rund 350 Schadensmeldungen ein. Es kam zu Überschwemmungen in Unterführungen, Kellern und Tiefgaragen. Strassen mussten gesperrt und der Verkehr zum Teil umgeleitet werden. Vor allem die Region Frauenfeld hatte mit den Wassermassen zu kämpfen. So brachte beispielweise aufgestautes Wasser in einer Turnhalle eine Scheibe zum Bersten und strömte in die Halle. Eine Unihockey-Mannschaft musste sich in Schutz bringen, wie «20 Minuten». berichtete. Die Kinder blieben unversehrt.

Auch Flughafen betroffen
Am Flughafen Zürich konnten zwischenzeitlich keine Flugzeuge mehr starten oder landen. Der Flugbetrieb war während rund 50 Minuten wegen des Gewitters komplett eingestellt, wie Skyguide gegenüber mehreren Medien bestätigte.

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