Mit dem Traktor nach Russland

Fussball-Weltmeisterschaft 2018

Mit grossem Selbstvertrauen im Gepäck geht es für die Schweizer Nationalmannschaft am Montag an die WM nach Russland. Nach dem gestrigen 2:0-Sieg im Test gegen Japan sind jedoch nicht nur die Spieler bereit für das WM-Abenteuer, auch bei den Fans kommt langsam das grosse Kribbeln.

Drei Zentralschweizer - Josef Wyer, Werner Zimmermann und Beat Studer - gehen mit "Gritli" an die WM nach Russland. Sie wollen 1'800 Kilometer in rund 13 Tagen schaffen. Der Oldtimer-Traktor "Gritli" mit Jahrgang 1964 fährt im Schnitt aber nur ca. 30 Kilometer pro Stunde. Diese verrückte Schnapsidee kam, als die Schweizer Nationalmannschaft im November in der Barrage gegen Nordirland gespielt hatte. Der symbolische Start war gestern Abend in Oberarth. Der erste Anstoss wurde mit Hilfe vom ehemaligen Bob-Weltmeister Martin Annen gemacht, der im Dorf eine Beiz führt. 13 Tage sind sie auf der Reise, dass sie es dann aufs Spiel "Schweiz - Serbien" in Kaliningrad schaffen. Der Traktor hat nur 2 Plätze, Josef Wyer fährt mit dem Wohnmobil mit.

Die 3 Freunde übernehmen die Kosten für ihre Fanreise selber und spenden Beiträge von Sponsoren und Interessierten für einen guten Zweck. Mit dem Erlös wollen sie die gemeinnützige Stiftung "Freude herrscht" von alt Bundespräsident Adolf Ogi unterstützen. Ihre Idee hat in den letzten Tagen auch für einen ziemlich grossen Medienrummel gesorgt.

Wer die aussergewöhnliche Fan-Expedition von den 3 etwas verrückten Freunden mitverfolgen will: unter www.wmtraktor18.ch schreiben sie regelmässig, was sie erleben.

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