Spanien entlässt Nationaltrainer Julen Lopetegui

Eklat zwei Tage vor dem Start der Spanier in die WM

Julen Lopetegui

Knall beim Weltmeister von 2010: Spanien entlässt zwei Tage vor dem ersten WM-Einsatz Nationaltrainer Julen Lopetegui.

Gut 48 Stunden vor dem Vorrundenspiel in Sotschi gegen Portugal ist Spanien auf der Suche nach einem neuen Coach. "Wir suchen einen Trainer - von jetzt an", sagte Verbandschef Luis Rubiales. Als Kandidat für das Amt gilt U21-Trainer Albert Celades. Lopategui, der Spanien seit 2016 erfolgreich betreut hatte, war am Dienstag als neuer Trainer von Real Madrid vorgestellt worden, obwohl er noch für zwei Jahre beim spanischen Verband RFEF unter Vertrag gestanden hätte. "Wir stecken in einer komplizierten Situation, die komplizierteste, die man sich vorstellen kann", sagte Rubiales im WM-Quartier des früheren Welt- und Europameisters in Krasnodar.

Der Verbandschef erhob schwere Vorwürfe gegen Real Madrid. "Wir hatten überhaupt keine Information über das", sagte Rubiales. "Julen hätte es lieber gehabt, wenn die Dinge anders gehandhabt worden wären." Der spanische Verband war am Dienstag von der Ankündigung des Champions- League-Siegers offenbar überrumpelt worden. Erst 50 Minuten nach der Mitteilung von Real Madrid hatte der RFEF mit einem Communiqué reagiert, in der er die Ausstiegsklausel in Lopeteguis Vertrag bestätigte.

Die Spieler hätten den Entscheid der sofortigen Trennung "akzeptiert", sagte Rubiales. "Es ist ein harter Schlag, aber wir stehen zusammen, um nach vorne zu schauen." Lopetegui hatte den Weltmeister von 2010 in den letzten knapp zwei Jahren sehr erfolgreich geführt und die WM-Qualifikation in einer Gruppe mit Italien problemlos geschafft. Von 20 Partien gewann Spanien unter Lopetegui 14 und spielte es sechsmal unentschieden. Der Baske hätte nach eigenen Plänen beim Champions-League-Sieger erst nach der WM die Nachfolge des zurückgetretenen Zinédine Zidane antreten sollen.

(Quelle: sda)

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