Luzern hebt Kaminfeger-Monopol auf

Hausbesitzer können künftig selber entscheiden

Kaminfeger

Die Luzerner Hausbesitzer können in Zukunft ihren Kaminfeger selber wählen. Aktuell ist im Kanton Luzern jedem Gebäude ein gewählter Kaminfeger zugeteilt. Dieses Kaminfeger-Monopol hat das Kantonsparlament jetzt aufgehoben, die Änderung tritt auf Anfang Juli 2019 in Kraft. Nicht alle befürworteten diese Liberalisierung.

Im Kanton Luzern gibt es aktuell 18 Kaminfeger-Kreise, die Hausbesitzer können nicht frei wählen, wer den Schornstein reinigt. Doch damit ist es nun vorbei, das Kantonsparlament hat das Gesetz über Feuerschutz angepasst. Künftig entscheiden die Hausbesitzer selber.

Mit der Gesetzesänderung verbunden ist auch eine Verschiebung der Aufgaben. Weil die Kaminfeger keine fest zugeteilten Gebiete mehr haben, gibt es auch keine Reinigungspflicht mehr. Dafür sind die Hausbesitzer neu selber verantwortlich.

Brandsicherheit gefährdet?

SP-Parlamentarier Jörg Meyer befürchtete, dass dadurch die Brandsicherheit gefährdet ist: „Das Modell der Eigenverantwortung wird dazu führen, dass es neu keine periodisch vorgeschriebenen Kontrollen mehr geben wird.“ Dadurch könnten nötige Arbeiten aufgeschoben werden, was schlussendlich im Schadenfall sogar zu einer Kürzung der Versicherungsleistungen führen könnte, so Meyer.

Eine deutliche bürgerliche Mehrheit war aber von den Vorteilen der Gesetzesänderung überzeugt und stimmte klar zu.

Trotz Liberalisierung sind auch weiterhin nur Kaminfeger zugelassen, welche über ein Meisterdiplom verfügen.

Audiofiles

  1. Kaminfegermonopol fällt.. Audio: Urs Schlatter

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