Drogenmord beschäftigt Kriminalgericht

Ein Serbe soll unter anderem acht Mal auf sein Opfer geschossen haben

Symbolbild

Das Luzerner Kriminalgericht befasst sich heute mit einem Mord im Drogenmilieu. Der beschuldigte Serbe soll acht Mal auf sein Opfer geschossen und es anschliessend erstickt haben. 

Die Tat im Drogenmilieu erinnert an einen billigen Film. Das Opfer, ein Kokainhändler aus Nigeria, schlief 2011 in einer Novembernacht an seinem Wohnort in Emmenbrücke auf dem Sofa, als es vom Beschuldigten geweckt wurde. Als der Schlafende nicht sofort aufgestanden sei, habe der Beschuldigte ihm den Lauf eines Revolvers in den Mund gehalten und kurz darauf abgedrückt, schreibt die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift.

Ein Schuss reichte dem Beschuldigten nicht

Zur Überraschung des Beschuldigten sei das Opfer nicht tot gewesen, sondern habe sich Blut spuckend aufgesetzt, heisst es in der Anklageschrift. Der Beschuldigte habe darauf sieben weitere Mal auf den Verletzten geschossen und ihm schliesslich ein Kissen ins Gesicht gedrückt, bis er kein Lebenszeichen mehr gegeben habe.

Das Opfer wohnte in der Wohnung der Freundin des Beschuldigten, einer kokainabhängigen Prostituierten. Das Paar hatte in der Darstellung der Staatsanwaltschaft entschieden, den Kokainhändler aus der Wohnung zu entfernen, weil die Frau von den Drogen wegkommen wollte.

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