Obwaldner Hirschbestand soll reduziert werden

Dies zur Vermeidung von Wildschäden

Den Obwaldner Hirschen geht es ans Fell (Symbolbild).

Den Obwaldner Hirschen geht es ans Fell: Zur Vermeidung von Wildschäden soll der Bestand reduziert werden. 260 Tiere sind dieses Jahr zum Abschuss frei. Der Obwaldner Kantonsrat hat einen entsprechenden Vorstoss am Freitag einstimmig überwiesen.

Ambros Albert (SP) hatte beklagt, dass in den vergangenen Jahren die Rothirschbestände in Obwalden förmlich explodiert seien. Im Frühling 2008 wurden 374 Tier gezählt, diesen Frühling 866. Die Folgen sind mehr Wildschäden. Besonders stark betroffen sind laut dem Regierungsrat 15 Hektaren Kulturland von zwölf Landwirten.

Nun werden die Abschusszahlen für die kommende Jagdsaison markant erhöht. 2017 waren 185 Abschüsse vorgegeben, 2018 seien es bereits 260, sagte Baudirektor Josef Hess.

Auch Schonzeit soll verkürzt werden

Zudem werde beim Bund ein Gesuch eingereicht, um die Schonzeit beim Rothirsch vorübergehend zu verkürzen. Dadurch kann 2019 bei Bedarf auch von Anfang Februar bis Ende April in Giswil mit Abschüssen in die Hirschbestände eingegriffen werden.

Auch soll im Budget 2019 im Bereich Wildschadenverhütung dieser Entwicklung Rechnung getragen werden. Bis 2017 hatte Obwalden dafür jeweils 6000 Franken budgetiert. Der Betrag war 2018 wegen des Wolfs auf 8000 Franken erhöht worden. Das reiche nicht, es werde mehr ausbezahlt werden müssen, sagte Hess. Pro Fall erhalten Landwirte mit stark betroffenen Flächen zwischen 100 und 400 Franken.

Kanton Obwalden als Winterquartier

In Obwalden halten sich im Winter mehr Hirsche auf als im Sommer. Grund dafür ist, dass Tiere im Winter aus den Nachbarkantonen Bern und Luzern nach Obwalden einwandern und im Frühling diesen wieder verlassen. Bevorzugte Winterquartiere im Kanton Obwalden sind südöstlich exponierte Lagen unterhalb der Schneegrenze in der Gemeinde Giswil.

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