Frauenhäuser mussten 1200 Gewaltopfer abweisen

In der Schweiz sind die Frauenhäuser überfüllt

Häusliche Gewalt

Wegen Platzmangel mussten Frauenhäuser in der Schweiz im vergangenen Jahr 1200 Gewaltopfer abweisen.

Damit wurde jedes vierte Gewaltopfer abgewiesen. Dies zeigen Zahlen der Dachorganisation der Schweizer Frauenhäuser, die dem Sonntagsblick vorliegen. Einen Teil der betroffenen Frauen konnte an ausserkantonale Frauenhäuser weitervermittelt werden. Andere mussten in eine Pension flüchten oder im privaten Rahmen Lösungen suchen.

Schweiz hat sich verpflichtet

Es brauche dringend mehr Plätze und mehr Personal, sagte die Präsidentin der Dachorganisation der Schweizer Frauenhäuser, Susan Peter. Nur so könne die Schweiz den neuen, internationalen Verpflichtungen nachkommen. Seit dem 1. April verpflichtet sich die Schweiz gemäss Istanbul-Konvention des Europarates, genügend Schutzplätze für Opfer von häuslicher Gewalt anzubieten. Laut dem Präsidenten der Sozialhilfedirektorenkonferenz, Martin Klöti (FDP/SG), stünden "grundsätzlich" genügend Schutzplätze zur Verfügung, zu knappe Ressourcen orte er aber bei ergänzenden Hilfsangeboten. Bis im Herbst will der Bund mit den Kantonen ein Konzept erarbeiten.

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