öV: Pro Tag verletzen sich zwei Passagiere

Betroffen sind vor allem betagte Fahrgäste

Ein Zug der SBB auf der alten Gotthard-Bergstrecke (Aufnahme aus dem Jahr 2012).

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz wird für Passagiere zunehmend gefährlicher. Wie eine Auswertung der Ereignisdatenbank des Bundesamts für Verkehr durch die "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" zeigt, verletzen sich im Schnitt zwei Passagiere pro Tag.

Von 2010 bis Juni 2018 verletzten sich bei Zug-, Bus- und Tramfahrten mehr als 7'000 Passagiere. Fast zwei Drittel entfallen auf Busfahrten. Einen Anstieg gibt es seit 2014. Zugenommen haben insbesondere "Stoppunfälle" und "Ruckunfälle" bei Busfahrten. Betroffen sind davon vor allem betagte und gebrechliche Fahrgäste, die sich nicht mehr gut festhalten können, oder stürzen, wenn der Bus beschleunigt.

Senioren werden von den Sitzen geschleudert

Manchmal werden die Senioren auch in Kurven von den Sitzen geschleudert. Norbert Schmassmann, Präsident des Verbands öffentlicher Verkehr, bestritt gegenüber der Zeitung, dass die Chauffeure zu schnell und zu ruppig fahren würden. Die Zunahme der "Stoppunfälle" sei vor allem eine Folge des grösser werdenden "allgemeinen Verkehrsstresses". Er fordert in Städten mehr "durchgehende Busspuren" - ansonsten würden Busse ständig durch "andere Verkehrsmittel zum abrupten Bremsen genötigt".

(Quelle: sda)

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