Kanton Luzern schliesst drei Asylzentren

Hintergrund sind rückläufige Asylgesuche

Blick in eine Asylunterkunft in einer Zivilschutzanlage (Archivbild).

Der Kanton Luzern schliesst per Ende Jahr drei Asylzentren, zwei davon vorzeitig. Er baut damit 230 Plätze ab. Hintergrund sind die rückläufigen Asylgesuche.

In den Zentren entstehe eine Überkapazität an Unterbringungsplätzen. Die Auslastung liege derzeit noch bei rund 85 Prozent, teilte das Gesundheits- und Sozialdepartement am Dienstag mit. 2015 wies der Bund dem Kanton Luzern im Durchschnitt 160 Personen pro Monat zu, 2016 waren es noch 80, im laufenden Jahr sind es bisher noch durchschnittlich 40.

Hirschpark Luzern, Aufenthaltszentren Oberkirch und Ebikon

Auf den 31. Dezember werden daher das Durchgangszentrum Hirschpark Luzern mit 100 Unterbringungsplätzen und das Aufenthaltszentrum Oberkirch mit 50 Plätzen frühzeitig geschlossen. Wie geplant stellt auch das AZ Löwen in Ebikon mit 80 Plätzen Ende Jahr den Betrieb ein. Dies bedeutet einen Abbau von 14,5 Vollzeitstellen. Betroffen sind 19 Mitarbeitende. Der Stellenabbau soll soweit möglich durch natürliche Fluktuation aufgefangen werden. 

Aktuell verfügt der Kanton Luzern über 825 Plätze in neun Asylzentren. Nach Schliessung der drei Zentren mit total 230 Plätzen bestehen noch  595 Unterbringungsplätze in sechs Zentren.

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