Köpfler endet oft im Rollstuhl

Sommerlicher Badespass birgt Gefahren

Es ist heiss und man hat einen freien Tag, was tun? Seen, Flüsse und Freibäder locken jetzt zur Erfrischung. Doch Achtung: Der Sprung ins kühle Nass ist nicht ungefährlich: Jedes Jahr landen Personen deswegen querschnittgelähmt im Rollstuhl warnt die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. 

Seit Jahren sind Badeunfälle im Sommer eine der häufigsten Ursache für eine unfallbedingte Querschnittlähmung. Wer z.B. den Köpfler macht und mit dem Kopf irgendwo aufschlägt, kann sich unter Umständen schlimm an der Wirbelsäule verletzen. Dadurch kann er zum Paraplegiker werden, also von der Hüfte abwärts gelähmt oder sogar Tetraplegiker, wenn man auch die Hände und die Arme nicht mehr bewegen kann.

Nach Unfall rund ein halbes Jahr im Paraplegiker Zentrum

Über die Hälfte aller Badeunfälle, bei denen jemand im Rollstuhl landet, passieren laut der Paraplegiker-Stiftung bei jungen Menschen zwischen 16 und 30 Jahren. Personen, die wegen Badeunfällen gelähmt werden, verbringen in der Regel rund ein halbes Jahr im Schweizer Paraplegiker-Zentrum, bevor sie wieder in den Alltag integriert werden. Tetraplegiker bleiben teilweise sogar mehr als ein Jahr im Zentrum, bevor sie wieder für den Alltag gerüstet sind. Eine Querschnittlähmung ist mit einer lebenslangen Betreuung und hohen Folgekosten wie etwa der Anpassung des Rollstuhls oder dem Umbau der Wohnung verbunden. 

Badeunfälle sind leicht vermeidbar

Bevor man sich mit einem Sprung ins Wasser wagt, soll man sich an einigen einfach Verhaltensregeln orientieren, rät die Stiftung. So sollte man vor dem Bad keinen Alkohol oder Drogen konsumieren. Keine leichtsinnigen Mutproben riskieren, wie z.B. den Sprung aus einem Balkon in den Pool. Ausserdem gilt vorher zu überprüfen, ob das Wasser tief genug für einen Sprung ist. Wenn eine Verbotstafel danebensteht, sollen diese als Warnhinweise unbedingt beachtet werden.

Köpflerverbot Rollstuhl-Rad

Audiofiles

  1. Badesaison: Vorsicht bei Sprüngen ins Wasser. Audio: Damian Betschart
  2. Badesaison: In der Badi in Sursee ist ein Sprungturm gesperrt. Audio: Giulia Jung

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