Ebikon: Schulhaus Höfli bleibt geschlossen

Unterricht findet bis zu den Herbstferien dezentral statt

Das Schulhaus Höfli in Ebikon wurde für den Unterricht geschlossen, da es zu hohe Naphthalin-Werte aufweist. Bis zu den Herbstferien wird der Schulunterricht deshalb dezentral stattfinden. Danach zügeln die Klassen in ein Provisorium.

Gift-Alarm im Primarschulhaus Höfli in Ebikon! Dies hiess es bereits diesen Juli. Das Schulhaus Höfli weist zu hohe Naphthalin-Werte auf. Deshalb hatte die Gemeinde Ebikon bereits damals informiert, nach den Herbstferien in ein Provisorium zu ziehen und bis dahin mittels mechanischer Lüftungsanlagen den Schulbetrieb zu ermöglichen.

Diese Lüftungsanlage wurde nun über die ganzen Sommerferien hinweg eingesetzt. Wegen der anhaltend schlechten Luft und den immer noch erhöhten Naphthalin-Werten teilte die Gemeinde Ebikon nun aber mit, bereits nach den Sommerferien nicht mehr ins Schulhaus zurückzukehren. Der Unterricht wird nun bis zu den Herbstferien dezentral in anderen Schulhäusern geführt.

Provisorium soll im Oktober bereit sein

Im Oktober sollen die Schüler dann zurück auf die Schulanalage kehren und dort auf dem heutigen Fussballfeld in einem Provisorium unterrichtet werden. Bereits vor den Herbstferien werden Arbeiten am Fundament beginnen, sodass während den Ferien das Provisorium aufgestellt werden kann.

Pünktlich nach den Ferien, am 15. Oktober, soll dann darin der Unterricht starten. Die Planungen für eine neue Schulanlage laufen dann bereits parallel dazu.

Gesundheit hat Priorität

«Für den Gemeinderat Ebikon hat die Gesundheit der Kinder und Lehrpersonen oberste Priorität. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Schulleitung dafür entschieden, dass der Schulunterricht bis zu den Herbstferien 2018 in dezentralen Schulräumen stattfinden soll», lässt sich Andreas Michel, Ebikoner Gemeinderat Ressort Bildung in einer Medienmitteilung der Gemeinde Ebikon zitieren.

Noch im Juli stand die Gemeinde vor allem von Seiten Eltern massiv in der Kritik, da sie die ersten sechs Wochen des neuen Schuljahres im verseuchten Schulhaus durchführen wollten.

 

Naphthalin, ein schweizweites Problem

Der Stoff Naphthalin wurde vor allem in den 60er- und 70er-Jahre im Bau verwendet. Teeröl, das mit Naphthalin angereichert wurde, nutze man dabei in Fussböden als Feuchtigkeitsschutz. Heute weiss man: Der Stoff ist gesundheitsgefährdend und umweltschädlich.

Naphthalin ist zwar weniger gefährlich als beispielsweise Asbest. Es besteht jedoch auch bei diesem Stoff der Verdacht, dass er Krebs verursacht. Die unmittelbaren Folgen von Naphthalin sind zudem Übelkeit, Entzündungen der Schleimhäute, Atemwegsprobleme und Verwirrtheit.

Das Schulhaus Höfli in Ebikon ist mit Naphthalin vergiftet.

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