20 Jahre Konzertsaal KKL Luzern

Architekt Jean Nouvel sorgte mit dem Bau für Furore

Der Konzertsaal im KKL gehört zu den Besten der Welt.

Damals vor 20 Jahren war es beinahe eine Weltneuheit. Der Konzertsaal des KKL Luzern wurde mit grössten Erwartungen und Hoffnungen eröffnet. Heute nun, 20 Jahre später, ist klar, der Saal hat seine Versprechen gehalten. Er gehört nach wie vor zu den besten Konzertsälen der Welt.

Selbst für gestandene Künstler ist es etwas Spezielles auf der Bühne des "Salle Blanche" im KKL zu stehen. Die Atmosphäre, die Erscheinung und insbesondere natürlich die Akustik machen den Saal einzigartig. "Wir waren natürlich damals alle wirklich sehr gespannt, ob die Versprechen der Erbauer des Saals auch wirklich eingehalten werden können", so Peter Mendler, Verwaltungsratspräsident des KKL Luzern. Es sind die Echokammern, der höhenverstellbare Deckel oder auch die Aussparungen an den Wänden welche die Akustik derart einzigartig machen. Es sei unglaublich, welche Stille im Saal erzeugt werden könne, so Mendler weiter. Dies sei einer der Hauptgründe, warum der Konzertsaal zu einem der drei besten Säle weltweit gehöre.

Lange Planungsphase für einen Saal "für alle"

20 Jahre ist es nun her seit der Eröffnung des Konzertsaals im KKL. Und genau so lange dauerte auch die Planungsphase für den Saal. 20 Jahre lange wurde geplant, getüftelt, geforscht und schliesslich gebaut am KKL und dem Konzertsaal. Ein Saal welcher zu Beginn insbesondere vom Luzerner Sinfonieorchester und des LF mit seinen Weltorchestern bespielt wurde. "Uns war damals schon klar, dass wir den Saal aber auch öffnen wollen und für verschiedene Sparten und Musiker anbieten wollen", so Peter Mendler.

Von Luzerner Künstlern wie beispielsweise Kunz oder Dada Ante Portas, welche anlässlich der Radio Pilatus Music Night auf der Bühne des Konzertsaals standen, bis hin zu internationalen Acts wie Sunrise Avenue oder Jessy J, das "Haus für alle" wie es die Verantwortlichen des KKL damals versprachen, wurde Wort gehalten.

20 Jahre gehen jedoch auch an einem Konzertsaal nicht spurlos vorbei. "Wir wollen und müssen laufend in die Infrastruktur investieren", so Philipp Keller, Geschäftsführer des KKL. "Beispielsweise haben wir zuletzt die Sitze ausgetauscht. Die haben bereits etwas begonnen zu quietschen, daher haben wir diese nun ausgetauscht, um den Gästen so auch weiterhin ein ungetrübtes Konzertvergnügen zu bieten".

Auch wenn es vielleicht noch an dem einen oder anderen Ort auch "quietscht oder knarrt" im KKL: Das Gebäude mit dem Konzertsaal ist und bleibt eines der besten der Welt, wohl auch für weitere 20 Jahre.

Audiofiles

  1. 20 Jahre Salle Blanche im KKL Luzern. Audio: Michi Huser / Caspar Van de Ven
  2. Salle Blanche wird 20 Jahre alt. Audio: Carla Keller

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