Die Dargebotene Hand sucht Personal

In der Zentralschweiz gibt es zu wenig Helferinnen und Helfer

Selbstmord-Gedanken, Gewalt zu Hause oder Beziehungsprobleme - von einer geheimen Wohnung in Luzern beratet die "Dargebotene Hand" Leute über Telefon oder über Chat, die Hilfe suchen. Und es rufen immer mehr an beim "143". Es fehlen aber freiwillige Telefonberater.

Im vergangenen Jahr sind beim Sorgentelefon in der Zentralschweiz etwa 14'000 Anrufe eingegangen. Rund 60 ehrenamtliche Helfer nehmen die Telefone ab. Aber das genügt nicht. Jetzt sucht die Dargebotene Hand Leute. "Wir sind ein 24-Stunden Betrieb. Das ganze Jahr hindurch aktiv da am Telefon", sagt Ines Frey, welche bei der Dargebotenen Hand für die Ausbildung zuständig ist. "Ab diesem Sommer haben wir auch noch ein neues Angebot bei uns in der Zentralschweiz - da machen wir auch Chat-Beratung - und da brauchen wir natürlich auch Leute."

Viele schwierige Telefone

Die Helfer die Telefonate entgegen nehmen sind nicht nur mit kleineren Problemchen und Fragen konfrontiert. Auch mit schlimmen Geschichten muss man umgehen können. "Wir hören ganz schlimme Schicksale von Menschen. Etwas das sicher immer sehr berührend ist, ist wenn es um Kinder geht", so Frey.  "Durch das, dass man viele Geschichten hört, ist es auch immer ein Frage der Nähe/Distanz mit dem Abgrenzen. Ich denke für das ist es auch wichtig, dass man so eine intensive - 200 Stunden lang dauernde - Ausbildung hat."

Informationsabend am 6. September

Die Ausbildung wird verteilt auf 9 Monate - bis man bereit ist zum selber Telefonate entgegen zu nehmen. Die Dargebotene Hand hofft nun auf neue freiwillige Helfer - so dass auch in Zukunft alle Anliegen angehört werden können. Am Donnerstagabend, 6. September, ist im Hotel Waldstätterhof in Luzern, um 19 Uhr, ein Informationsabend.

Audiofiles

  1. Dargebotene Hand sucht Personal. Audio: Tise Oetterli

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