Wasserknappheit in Zentralschweiz hält an

Trotz Regen in den vergangenen Tagen ist das Wasser nach wie vor knapp

In der Zentralschweiz gibt es immer noch zu wenig Wasser. Vor allem im Norden Luzerns entlang der Suhre ist die Situation verschärft. Die Surseer Bevölkerung wird deshalb angehalten, Trinkwasser zu sparen.

Diese Woche machte Sursee die Bevölkerung mit einem Flyer im Postfach auf die Wasserknappheit aufmerksam. Sie rufen auf zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser. So soll man duschen statt baden, das Geschirr nicht bei laufendem Wasser reinigen und den Garten zurückhaltend, wenn überhaupt, giessen. Auf das Waschen des Autos und das Bewässern des Rasens solle man ganz verzichten. 

Zu wenig Regen

Das Wasser ist vor allem in der Region Sursee knapp. Das, weil die Wasserpumpen auf das Grundwasser angewiesen sind. Das wiederum wird gespiesen durch Niederschläge. Diese blieben aber lange aus und auch die Niederschläge der letzten Tage reichen nicht aus, um den Grundwasserspiegel zu heben. Prekär, in den letzten Jahren war der Tiefststand des Grundwasserspiegels erst im Januar erreicht. Sollte sich dieses Szenario auch dieses Jahr wiederholen, könnte das verherende Folgen haben. Laut dem stellvertretenden Leiter der Wasserversorgung Sursee könnte der Tagesbedarf an Wasser mit den Pumpwerken in Sursee nicht mehr gedeckt werden. Das würde Verbote mit sich ziehen.  

Landwirte haben Probleme

Auch die Quellen der Landwirte sind nach wie vor leer. Adrian Ineichen aus Neudorf muss seit zwei Monaten mindestens einmal am Tag an einem externen Hydranten Wasser für seinen Haushalt, seine Kühe und Schweine holen. Er geht davon aus, dass er dies bis tief in den Herbst hinein weiterziehen muss. 

Audiofiles

  1. Wasser in Zentralschweiz immer noch knapp. Audio: Caroline Dettling

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