Vernetzt: 4K Streaming ist ein Kompromiss

Die Datenrate ist bei Netflix oder Apple zu niedrig

Samsung hat seinen 8K Fernseher zum ersten Mal Anfang Jahr auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Mangels 8K Content nutzt der TV künstliche Intelligenz, um Full HD oder 4K Bilder auf 8K hochzurechnen.

Samsung und LG haben die letzten Tage auf der IFA in Berlin 8K Fernseher vorgestellt. Derweil erobert 4K erst langsam 4K die Wohnzimmer. Das Streaming von 4K- Inhalten ist gleichzeitig ein ziemlicher Kompromiss. Die Anbieter scheitern an den Bandbreiten der Endkunden. 

Um einen 4K Film in guter Qualität zu streamen, wären rund 50 MBits nötig. Das ist zwar für heutige Glasfaseranschlüsse kein Problem mehr. Gut möglich, dass es dann aber beim W-Lan Router scheitern würde. Schon kleinste Störungen würden einen 50 MBits-Stream ruckeln lassen. Auch aus Kostengründen schicken Netflix oder Apple die 4K Filme mit gerade einmal 15 MBits durch die Leitungen. Das ist kein Vergleich zu einer Blu-Ray - welche den gleichen Film mit bis zu 100 MBits abpielt. Diesen Unterschied sieht man allerdings meist nur auf wirklich grossen Fernseher oder bei sehr actionreichen Szenen. 

Full HD oder 4K - ab 48 Zoll macht es einen Unterschied
Ob es überhaupt in jedem Fall sinnvoll ist, 4K zu haben, darüber lässt sich wunderbar streiten. Fakt ist, dass man bei einem Abstand zum Fernseher von 2m den Unterschied erst ab einer TV-Grösse von 48 Zoll überhaupt sieht. Also wenn man gar keinen grösseren Fernseher als 48 Zoll möchte und sich nicht direkt davor setzt, wird man kaum einen Unterschied erkennen zwischen Full HD und 4K. Bei Fernsehgrössen um die 60 Zoll sieht das natürlich anders aus. 

Audiofiles

  1. Vernetzt, Dienstag 11.9.2018. Audio: Maik Wisler

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