Luzern: Definitiv kein Internat im Utenberg

Stadt ist nicht bereit, weitere Kantonsaufgaben zu finanzieren

Das stillgelegte Hallenbad Utenberg

Das Internat für Sonderschüler in der Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg in Luzern ist vom Tisch. Das Stadtparlament hat die Vorlage definitiv beerdigt. Grund sind die Sparmassnahmen des Kantons, der sich nicht wie geplant an der Finanzierung beteiligt. Dabei fehlen Sonderschulplätze innerhalb des Kantons.

Das Luzerner Stadtparlament hatte das Geschäft im vergangenen Jahr sistiert, bereits damals waren die kantonalen Sparmassnahmen der Grund. Damals hoffte man noch, dass sich die Situation entspannt. Doch auch weitere Verhandlungen über die Finanzierung zwischen Stadt und Kanton Luzern führten nicht zum gewünschten Resultat.

"Es wäre eine Win-Win-Situation."

Die Haltung des Kantons sei unverständlich, so Stadtparlamentarier Stefan Sägesser von den Grünliberalen: "Es wäre eine Win-Win-Situation für alle geworden." Auch Sozialdirektor Martin Merki zeigte sich enttäuscht. Aber die Finanzierung sei nicht gesichert gewesen, weil die Zusagen des Kantons fehlten.

Das geplante Internat für Sonderschüler wäre im stillgelegten Hallenbad Utenberg eingerichtet worden. Dieses steht inzwischen bereits seit vier Jahren leer. Im Kanton Luzern fehlen Sonderschulplätze in Internaten, weshalb zahlreiche Kinder ausserkantonal platziert sind.

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