Krankenkassenprämien steigen leicht an

Junge Erwachsene bezahlen jedoch deutlich weniger

Symbolbild

Der Bund ändert das Modell zur Berechnung der Gesundheitskosten. Die neue mittlere Prämie für alle Versicherten steigt 2019 um durchschnittlich 1,2 Prozent und sie ersetzt die bisher angewendete Standardprämie, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt.

Die mittlere Prämie entspricht der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person und reflektiert gemäss dem Bund die effektiv bezahlten Prämien besser als die bisher berücksichtigte Standardprämie. Die Prämien 2019 und 2018 lassen sich also nur bedingt vergleichen. Die Erhöhung der mittleren Prämie für 2019 um 1,2 Prozent liegt allerdings deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Seit 2008 stieg sie jährlich um 3,5 Prozent. 

Ein Blick in die Zentralschweiz

Im Schnitt nicht mehr, sondern weniger bezahlen in der Zentralschweiz im kommenden Jahr einzig die Urnerinnen und Urner. Die mittlere Prämie sinkt dort über alle Altersklassen um 1,5 Prozent. Eine Nullrunde gibt's im Kanton Zug. In Luzern steigt die Prämie im Schnitt um 0,6 Prozent und in Obwalden um 0,9 Prozent. In Nidwalden schlägt die mittlere Prämie für Erwachsene mit 3,4 Prozent zwar am meisten auf. Dennoch bezahlen die über 26-jährigen Versicherten mit 293 Franken die zweittiefste Prämie in der Zentralschweiz. Einzig in Schwyz in Nidwalden liegen die mittleren Prämien damit über dem Schweizer Durchschnitt.

Junge Erwachsene werden entlastet

Eine gute Nachricht hatte Gesundheitsminister Alain Berset für die jungen Erwachsenen und ihre Familien. Diese bezahlen nächstes Jahr im Schnitt rund 50 Franken oder 15,6 Prozent weniger Prämie. Hintergrund ist der Entscheid des Parlaments, Familien zu entlasten und deshalb den Risikoausgleich für junge Erwachsene um 50 Prozent zu senken. Im Gegenzug wird der Risikoausgleich bei Erwachsenen erhöht.

Audiofiles

  1. Mittlere Krankenkassenprämien steigen 2019 um 1,2 Prozent. Audio: Caspar van de Ven
  2. Krankenkassenprämien: Moderater Anstieg, aber wie geht es weiter? . Audio: Caspar van de Ven

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