Faux-Pas von Heidi Z’graggen

Die Urner Bundesratskandidatin hat einen Fragesteller als «Depp» bezeichnet

Der Urner Bundesratskandidatin Heidi Z’graggen ist an einem Podium der CVP ein grober Schnitzer passiert. Sie bemerkte nicht, dass ihr Mikrofon an war und beleidigte einen Fragesteller.

Die CVP hat gestern die Kandidaten für die Bundesratsersatzwahl im Dezember präsentiert. Unter anderem stand die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen auf der Bühne. Auch sie will für die CVP bei der Wahl ins Rennen gehen. Doch mit dem Auftritt gestern könnte sie sich sämtliche Chancen verbaut haben.

Mann aus dem Publikum

Ein älterer Mann hat sich aus dem Publikum erhoben und wollte wissen, ob das Loch in der AHV-Kasse nicht mit Geld von der Schweizerischen Nationalbank gestopft werden könnte. Der Zuger Regierungsrat Peter Hegglin erklärte, dass die Nationalbank eine unabhängige Institution sei. «Jetzt kommt das wieder», rief der Fragesteller dazwischen. Heidi Z’graggen rückte sich in diesem Moment auf ihrem Stuhl zurecht, lachte und sagte zu ihrer Nachbarin: «Jaa, das isch wichtig. Dä isch en Depp.» Was Z’graggen nicht bemerkte: ihr Mikrofon war an.

Schweizweit hörbar

In den vordersten Reihen des Saals konnten die Zuschauer den Kommentar klar hören. Weiter wurde die Diskussion per Livestream in die ganze Schweiz übertragen. Z’graggens Mikrofon lief auch in diesem Video die ganze Zeit über. Trotz Video-Beweis dementiert Z’graggen jedoch gegenüber der Luzerner Zeitung und stempelt den Fehltritt als akustisches Missverständnis ab.

Audiofiles

  1. Heidi Z'graggen in der Mikrofon-Falle. Audio: Urs Schlatter

Audiofiles

  1. O-Ton Heidi Z'Graggen "Dä esch en Depp". Audio: Luzerner Zeitung

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