Elektroautos müssen mehr Lärm machen

Ein Klanggenerator soll künftig motorenähnliche Geräusche erzeugen

Elektroautos müssen künftig motorenähnliche Geräusche von sich geben.

Elektroautos müssen ab Mitte 2019 auch auf Strassen hierzulande aus Sicherheitsgründen lauter sein. Die Schweiz übernimmt die entsprechenden EU-Vorgaben und ist derzeit daran, diese umzusetzen, wie ein Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra) gegenüber der "NZZ am Sonntag" erklärte.

Neue Modelle müssen demnach mit einem sogenannten Acoustic Vehicle Alerting System ausgerüstet sein. Ein Klanggenerator erzeugt motorenähnliche Geräusche und spielt diese über wasserdichte Aussenlautsprecher ab. Das gilt auch für Brennstoffzellenfahrzeuge und Hybridautos, die einen Verbrennungs- und einen Elektromotor an Bord haben. Ab Mitte 2021 dürfen auch ältere Modelle nur noch mit dem System verkauft werden. Bereits im Verkehr stehende Modelle müssen nicht nachgerüstet werden.

Laut dem Astra-Sprecher ist das künstliche Warngeräusch wesentlich leiser als ein Benzin- oder Dieselmotor. Aus diesem Grund entstehe keine neue Lärmproblematik. Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband möchte, dass die Schweiz über die Vorgaben der EU hinausgeht. Das Alarmsystem solle auch dann ein Geräusch abgeben, wenn das Auto stehe, zum Beispiel an einem Stopp oder bevor es vom Parkplatz losfahre, sagte ein Verbandssprecher. In der Schweiz waren von den 4,5 Millionen Personenwagen Ende 2017 15'000 Elektroautos und 67'000 Hybride.

(Quelle: SDA)

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