FIFA-Enthüllungen: Bundesanwalt unter Druck

Michael Lauber traf sich zweimal mit dem FIFA-Präsidenten

FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Nach den neuen Vorwürfen an die Fifa und deren Präsident Gianni Infantino steigt auch der Druck auf die Bundesanwaltschaft. Dies wegen zwei Treffen zwischen dem Bundesanwalt Michael Lauber und dem Fifa-Präsidenten Gianni Infantino.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich laut der Enthüllungsplattform «Football Leaks» zwei Mal mit Bundesanwalt Michael Lauber getroffen. Dabei sollen die beiden über die rund 25 laufenden Fussballermittlungen gesprochen haben, berichtete gestern Samstag der «Tagesanzeiger».

Mitglieder der parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission (GPK) aus mehreren Parteien wollen Bundesanwalt Michael Lauber vorladen, wie der "SonntagsBlick" berichtet. Die Politiker sorgen sich um die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit der obersten Schweizer Strafverfolgungsbehörde, zumal diese zu jener Zeit zwei Dutzend Ermittlungsverfahren gegen die Fifa aufgenommen hatte. "Die Art und Weise, wie die Treffen zwischen Michael Lauber und Gianni Infantino zustande kamen, riecht nach Filz", sagte etwa der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm gegenüber der Zeitung.

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