Kalifornien kämpft weiter gegen Waldbrände an

Die Behörden sprechen momentan von über 30 Toten und 230 Vermissten

 

Die Zahl der Toten bei den Waldbränden in Kalifornien ist nach Angaben  der Behörden auf 31 angestiegen. Zudem seien weiterhin 228 Personen als vermisst gemeldet. Man wisse nicht, was mit ihnen geschehen sei und wo sie sich gegebenenfalls aufhielten.

In der nordkalifornischen Ortschaft Paradise seien in ausgebrannten Häusern und Autos weitere sechs Leichen gefunden worden, teilte die Polizei mit. Damit erhöhte sich dort die Zahl der Opfer auf 29 Menschen. Im südkalifornischen Malibu waren bereits am Freitag zwei verbrannte Leichen in einem Auto entdeckt worden. In Paradise, wo das sogenannte "Camp"-Fire seit Donnerstag mehr als 6000 Häuser zerstörte, werden weiterhin viele Menschen vermisst. Die Behörden sprachen am Sonntag von 228 Personen. Vermutlich stehen aber auch Personen auf der Vermisstenliste, die sich bereits in Sicherheit bringen konnten. Chaotische Verhältnisse mit abgesperrten Strassen und ohne Telefonnetz erschweren die Suche nach Angehörigen.

8'000 Feuerwehrleute sind im Einsatz

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende weiter gegen drei grosse Brände im Norden und Süden Kaliforniens an. Fast 150'000 Menschen hätte ihre Häuser räumen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit. Mit der Rückkehr der heftigen Santa-Ana-Winde blieb die Lage in Südkalifornien weiter angespannt. Für den Promi-Ort Malibu und umliegende Gebiete waren Evakuierungsbefehle weiter in Kraft. Das sogenannte "Woolsey"-Feuer habe dort Dutzende Häuser vernichtet, hiess es.

Auch Anwesen von Promis brannten ab

Auch das Anwesen von Thomas Gottschalk (68) und seiner Frau Thea in Malibu brannte ab. Seine Villa sei zerstört, sagte Gottschalk der Nachrichtenagentur DPA am Sonntag auf Anfrage. Auch Hollywood-Star Gerard Butler und "Doctor Strange"-Regisseur Scott Derrickson haben ihre Häuser verloren. Die aktuellen Waldbrände sind aussergewöhnlich. Normalerweise gibt es so spät im Jahr nämlich keine solch verheerenden Brände. Speziell ist auch, wie schnell sich die Flammen verbreiten.

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