Die Zahl der Todesopfer in Kalifornien steigt

Eine Entspannung der Lage ist noch nicht wirklich in Sicht

Bei den Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 44 gestiegen. Gemäss den Behörden werden noch über 200 Menschen vermisst. Eine Entspannung der Situation ist derzeit noch nicht in Sicht.

Damit sind die Brände gemäss der Feuerwehr die schlimmsten Feuer in der Geschichte des Bundestaats. Die Brände, welche am vergangenen Donnerstag ausgebrochen waren, haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald verkohlt und tausende Häuser zerstört. Bis anhin mussten sich hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen.

Unterstützung für Betroffene

US-Präsident Donald Trump stellte den Betroffenen finanzielle Unterstützung vom Bund in Aussicht. Die Regierung teilte mit, dass unter anderem Menschen, deren Häuser oder Geschäfte abgebrannt sind, finanzielle Hilfen des Bundes beantragen können - etwa um eine vorübergehende Unterkunft oder Reparaturen zu bezahlen. Die Unterstützung solle Aufbauhilfen des Bundesstaates und auf lokaler Ebene ergänzen, hiess es. Trump schrieb bei Twitter, er habe schnell reagieren wollen, um das Leiden der Betroffenen etwas zu mildern. 

Tausende Feuerwehrleute im Einsatz

In den vergangenen Tagen waren mehrere Tausend Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Der grösste der drei Brände, das sogenannte "Camp"-Feuer in Nordkalifornien, war am Montagabend (Ortszeit) aber noch immer nur zu 25 Prozent eingedämmt. Der kleine Ort Paradise nördlich von Sacramento wurde durch das Feuer zu grossen Teilen zerstört. Auch in Südkalifornien blieb die Lage angespannt. Neu aufkommende Winde fachten die Flammen neu an. Insbesondere das sogenannte "Woolsey"-Feuer nordwestlich von Los Angeles richtete viel Zerstörung - unter anderem in dem Küsten-Ort Malibu, in dem viele Prominente leben.

Häuser Prominenter zerstört

Dort wurden bisher mehrere Hundert Häuser zerstört. Nach offiziellen Angaben sind aber 57 000 Gebäude vom Feuer bedroht. Auch die Villen mehrerer Stars brannten ab - darunter die Häuser von Moderator Thomas Gottschalk und US-Popstar Miley Cyrus. Hollywood-Star Gerard Butler und "Doctor Strange"-Regisseur Scott Derrickson ereilte das gleiche Schicksal. Auch Sänger Robin Thicke und der kanadische Rocker Neil Young schrieben in sozialen Medien über den Verlust ihrer Häuser.

Noch keine Entspannung der Lage in Sicht

Die Einsatzkräfte rechnen wegen anhaltender Trockenheit, Wärme und heftigen Winden nicht mit einer schnellen Entspannung der Lage. Der Feuerwehr gelang es aber zumindest, den kleineren der beiden Brände in Südkalifornien - das sogenannte "Hill"-Feuer - bis Montagabend (Ortszeit) zu 80 Prozent einzudämmen.

Quelle: sda

Audiofiles

  1. Die Zahl der Todesopfer nach den Bränden in Kalifornien steigt. Audio: Carla Keller

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