Mehr als 600 Vermisste in Kalifornien

Waldbrände fordern immer mehr Opfer

Im Zuge der tödlichen Grossbrände im US-Bundesstaat Kalifornien ist die Zahl der Vermissten dramatisch angestiegen. Nach neusten Behördenangaben ist der Verbleib von 631 Personen im Norden des Staats unklar. Zuvor war die Polizei von 200 Vermissten ausgegangen.

Zum sprunghaften Anstieg der Zahl der Vermissten sagten Polizeisprecher, Ermittler hätten unter anderem Notrufe nach dem Ausbruch des Waldbrandes vor einer Woche ausgewertet. Es habe ein "ausserordentliches Chaos" geherrscht. In der fast völlig abgebrannten Ortschaft Paradise ging am Donnerstag in den Häuserruinen die Suche nach Vermissten weiter. Hunderte von Helfern in weissen Schutzanzügen und speziell ausgebildete Spürhunde suchten in den Trümmern weiter nach möglichen sterblichen Überresten. Angehörige stellten DNA-Material zur Verfügung, um bei der Identifizierung von Überresten zu helfen. Viele der geborgenen Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Die Feuerwehrleute machten unterdessen Fortschritte, die Brände zu löschen. Die Flammen im Raum Paradise waren am Donnerstag nach Angaben der Behörden zu 40 Prozent eingedämmt.

Trump will am Samstag nach Kalifornien

Im Süden Kaliforniens, wo das "Woolsey"-Feuer nahe Malibu zwei Menschenleben forderte, konnten die Brände zu fast 60 Prozent umzingelt werden. Dort waren zwei Menschen in den Flammen umgekommen. Für Südkalifornien teilte der Nationale Wetterdienst mit, man hoffe, dass die Bedrohungslage an diesem Freitag abnehme. Beide Feuer haben zusammen Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. US-Präsident Donald Trump will am Samstag nach Kalifornien reisen, um sich mit Betroffenen der schweren Waldbrände zu treffen. Das teilte das Weisse Haus am Donnerstag  mit.

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