Fussgänger sollen in Luzern weniger Rot sehen

Auf Dauergrün will er aber verzichten

In der Stadt Luzern sollen die Fussgänger weniger lang warten müssen, bis die Ampeln für sie auf Grün wechseln. Der Stadtrat ist bereit, dieses Anliegen zu prüfen. Der öffentliche Verkehr dürfte durch die Massnahme aber nicht behindert werden.

Der Stadtrat ist bereit, einen Vorstoss der Fraktion SP/Juso entgegenzunehmen, wie er am Dienstag, 11. Dezember, mitteilte. Der Vorstoss verlangt, dass die Fussgänger an sämtlichen Ampeln maximal 50 Sekunden warten sollen. Auf gewissen verkehrsarmen Strassen soll der Grundzustand der Fussgängerampel Grün sein. Die Forderung nach Dauergrün erteilt der Stadtrat eine Absage. Fussgängerampeln gebe es in Luzern nämlich nur an jenen Strassen mit viel Verkehr. Dauergrün wäre da kaum möglich.

Stadtrat ist bereit, die Wartezeiten zu verkürzen

Der Stadtrat sei aber bereit, die Wartezeiten an sämtlichen Fussgängerstreifen auf den Gemeindestrassen zu überprüfen und wo möglich zu verkürzen, schreibt der Stadtrat. Für die Kantonsstrassen auf Stadtgebiet wolle er sich ebenfalls beim Kanton für dieses Anliegen einsetzten. Mehr Grün für die Fussgänger wird sich aber auf den öffentlichen Verkehr, den Autoverkehr und den Veloverkehr auswirken. Diese Auswirkungen seien in die Überprüfung einzubeziehen, schreibt der Stadtrat.

Besonders im Auge haben will der Stadtrat die Auswirkungen für den Busverkehr. Bei den Lichtsignalanlagen geniesse der öffentliche Verkehr heute Priorität, schreibt der Stadtrat. Die Busse sollten möglichst ohne Stopp von Haltestelle zu Haltestelle fahren können, damit sie den Fahrplan einhalten könnten. Auf Strassen mit vielen Buslinien verlängere sich deswegen die Wartezeit für die Fussgänger.

Hauptstrassen haben Priorität

Priorität haben dürfte bei der Verkürzung der Wartezeiten die Fussgängerampeln an den Hauptachsen der Kantonsstrassen. Dort müssen die Fussgänger heute 70 bis 90 Sekunden warten, bis sie die Strasse überqueren können.

(Quelle: sda)

 

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