Spitalzusammenschluss in der Zentralschweiz?

Obwaldner Kantonsspital will sich Luzerner Spital anschliessen

Das Kantonsspital Obwalden in Sarnen

Ein Spitalzusammenschluss in der Zentralschweiz zeichnet sich ab: Die Obwaldner Regierung will die Versorgung im Akutbereich langfristig sichern und hat dazu eine Strategie mit sechs Szenarien erarbeitet. Sie empfiehlt einen Anschluss an das Luzerner Kantonsspital.

Für den Regierungsrat stehe das Szenario "Anschluss an ein anderes Spital" im Sinne einer Versorgungsregion im Vordergrund, heisst es in der Strategie, die am Mittwoch in die Vernehmlassung ging. Es sei der Regierung wichtig, dass der Spitalstandort Sarnen aufrechterhalten bleibe. Die finanzielle Situation für das Kantonsspital Obwalden werde aber zunehmend anspruchsvoller. Mit seinem vergleichsweise kleinen Einzugsgebiet und daher tiefen Fallzahlen, habe das Kantonsspital kaum noch Möglichkeiten zur Gewinnbildung, hält die Regierung fest.

Positive Erfahrungen habe Obwalden bereits mit dem Betreibermodell in der Psychiatrie gemacht. Die psychiatrische Klinik in Sarnen, die Patienten aus Ob- und Nidwalden behandelt, wird seit 2017von Luzern betrieben.

Nidwalden und Luzern

Bereits 2009 hatten Luzern und Nidwalden eine gemeinsame Spitalversorgung über die Kantonsgrenze beschlossen. Seit 2012 ist die Luzerner-Nidwaldner-Spitalregion (Lunis) durch einen Rahmenvertrag geregelt. Zwischen den beiden Spitälern findet seither ein enger Austausch statt. 2020 soll das Kantonsspital Nidwalden eine Tochtergesellschaft des Kantonsspitals Luzern werden. 

(Quelle sda)

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