NW: «Schwäne abschiessen ist unnötig»

Der Tierschutz Nidwalden wehrt sich gegen die Bewilligung des Bundes

Letzte Woche hat der Bund dem Kanton Nidwalden das Abschiessen von Schwänen unter Einhaltung strenger Bedingungen erlaubt. Die Tierschützer des Kantons Nidwalden sind enttäuscht darüber. Beispielsweise auf dem Flugplatz Buochs sollen die Schwäne ein Sicherheitsrisiko darstellen. 

Die Schwäne auf dem Flugplatz Buochs sind deshalb gefährlich, weil sie der Flugbahn immer näherkommen. Bereits heute gehen sie über die Start- und Landebahn und fliegen haarscharf vor der Windschutzscheibe der Piloten durch. Der Bund hat dem Kanton Nidwalden letzte Woche die Bewilligung gegeben, die Schwäne bei Bedarf bis auf einen kantonalen Bestand von 15 Tieren abzuschiessen.  

Tierschutzverein enttäuscht

Jacqueline Dehmel vom Tierschutzverein Nidwalden ist enttäuscht und kann den Beschluss des Bundes überhaupt nicht nachvollziehen. Gegenüber Tele1 und Radio Pilatus erklärt Dehmel: «Schwäne als monogame Wesen leiden, wenn ihr Partner abgeschossen wird. Wenn sich zwei Schwäne finden, dann bleiben sie ein Leben lang zusammen. Wenn man einen Partner abschiesst, dann trauert der andere Partner ewig.»

Letzte Lösung für den Kanton

Das Abschiessen sei einfach die letzte Lösung für den Kanton Nidwalden. Der Kanton habe schon viel gemacht. Unteranderem auch das Stechen der Schwanen-Eier. Diese Massnahme gefällt den Tierschützern auch nicht. «Für Eierstechen bin ich nicht. Ich wäre für das Eieraustauschen. So kann man einem Schwan zwei Eier lassen - dann hat er Erfolg und kann zwei Jungtiere ausbrüten. Die restlichen Eier sollte man mit Gipseiern austauschen. Und die ausgetauschten Eier dann schockfrieren.», so Dehmel weiter.

Schwäne (Symbolbild).

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