Parlament verzichtet auf Laptop-Entschädigung

Luzerner Kantonsparlamentarier sagen nein zu 250 Franken jährlich

Das Luzerner Kantonsparlament verzichtet auf eine Laptop-Entschädigung von 250 Franken jährlich.

Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Kanton Luzern erhalten keine Entschädigung für ihre Laptops. Die Regierung hatte geplant, 250 Franken zu bezahlen, weil inzwischen der Parlamentsbetrieb komplett papierlos läuft und alle auf einen Laptop angewiesen sind. Das Parlament erachtete diese Entschädigung jedoch als überflüssig.

Der Kanton Luzern spart jährlich 80'000 Franken, indem er dem Parlament die Geschäftsunterlagen neu nicht mehr in Papierform sondern digital verschickt. Dafür brauchen die Volksvertreter die nötige technische Ausrüstung, für die sie selbst aufkommen müssen. Deshalb wollte die Regierung eine jährliche Entschädigung von 250 Franken für die Laptops ausbezahlen.

Angemessen Entschädigung für die Arbeit der Politiker

Das Parlament erachtete diese Entschädigung jedoch als überflüssig, da sowieso praktisch jeder bereits über einen eigenen Laptop verfüge. Monique Frey von den Grünen dagegen wies darauf hin, dass eine Kantonsparlamentarier für seine Arbeit angemessen entschädigt werden sollte: „Wir wollen vermeiden, dass nur noch Leute Politik machen, welche sich das leisten können.“ Sie war mit ihrer Meinung jedoch klar in der Minderheit.

Insgesamt spart der Kanton nun 30‘000 Franken jährlich. Die Befürworter der Entschädigung monierten, die Mehrheit habe nur deshalb Nein zu einer Entschädigung gesagt, weil in zwei Monaten die Wahlen anstehen.

 

 

 

Audiofiles

  1. Luzerner Kantonsparlament verzichtet auf Laptop-Entschädigung. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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