Luzern: 800 Veloparkplätze im Posttunnel

Stadtparlament verzichtet auf befahrbare Velounterführung

Der alte Posttunnel unter den Perrons und Geleisen des Bahnhofs Luzern Der alte Posttunnel unter den Perrons und Geleisen des Bahnhofs Luzern: Hinter der gelben Holzwand ist derjenige Teil, der schon öffentlich zugänglich ist und zur Velostation hinaufführt

Im alten Posttunnel unter dem Bahnhof Luzern soll es 800 neue Veloabstellplätze geben. Dafür hat das Stadtparlament einen Projektierungskredit von 1,3 Millionen Franken bewilligt. Auf eine befahrbare unterirdische Veloverbindung unter den Bahngeleisen hindurch wird dagegen verzichtet. Mit Blick auf den geplanten Durchgangsbahnhof könnte ein solcher Velotunnel nur temporär genutzt werden.

Vor rund 16 Monaten hatte das Parlament eine erste Vorlage zum alten Posttunnel noch abgelehnt, weil für den Tunnel lediglich eine Rampe mit Schiebe-Rillen für Velos geplant war. In der nun geplanten Version gibt es eine befahrbare Rampe von der Habsburgerstrasse hinunter in den alten Posttunnel. Hier entstehen 800 Veloparkplätze. Netto werden es allerdings nur 670 neue Abstellplätze sein, da durch den Bau der Rampe an der Habsburgerstrasse 130 Plätze wegfallen.

Der Projektierungskredit liegt bei knapp 1,3 Millionen Franken. Für die Realisierung wird mit Kosten von 7,5 Millionen gerechnet. Das ist mehr als dreimal soviel, wie das im September 2017 zurückgewiesene Projekt gekostet hätte.

Die Grünen wünschten sich einen durchgehenden, befahrbaren Tunnel unter den Bahngeleisen hindurch. Dieser wäre jedoch massiv teurer als die nun gewählte Variante und hätte keinen Raum für Abstellplätze geboten. Mit Blick auf den geplanten Durchgangsbahnhof hätte man diese Variante zudem nur temporär benutzen können. Diese Lösung war deshalb chancenlos.

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