Neues Denkmalschutzgesetz im Kanton Schwyz

Die umstrittene Denkmalschutzkommission wird nicht geschaffen

Der Denkmalschutz gibt im Kanton Schwyz viel zu reden. Schweizweit bekannt ist das 700-jährige Holzhaus in Steinen. Die Schwyzer Regierung genehmigte den Abriss, worauf sich sogar der Bund einsetzte, um das Haus zu schützen. Am Mittwoch hat das Schwyzer Kantonsparlament das neue Denkmalschutzgesetz verabschiedet.

Am Mittwoch, 6. Februar, hat das Parlament des Kantons Schwyz das neue Denkmalschutzgesetz mit 72 zu 13 Stimmen angenommen. Mit 65 zu 25 Stimmen abgelehnt wurde hingegen die Schaffung der umstrittenen Denkmalschutzkommission. Kernelement des neuen Denkmalschutzgesetzes ist die Einführung eines kantonalen Inventars, das schutzwürdige Gebäude und Objekte umfassen soll.

Rechte der Grundeigentümer

Mit dem neuen Denkmalschutzgesetz sollen auch die Interessen der Grundeigentümer angemessen berücksichtigt werden. Eigentümer von Bauten und Objekten, die der Kanton unter Schutz stellen möchte, erhalten neu die Gelegenheit zu einer schriftlichen Stellungnahme. Zudem sollen sie Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben können.

Keine Denkmalschutzkommission

Zu den umstrittenen Punkten der Vorlage gehörte die Schaffung einer Denkmalschutzkommission. Nach dem Willen der vorberatenden Parlamentskommission hätte die neue Kommission bei strittigen baulichen und planerischen Fragen des Denkmalschutzes von den Behörden beigezogen werden sollen - dies im Sinne einer breiteren fachlichen Beurteilung von Unterschutzstellungen.

Quelle: sda

Weitere Informationen zum neuen Denkmalschutzgesetz gibt es im obigen Video-Beitrag.

700-jähriges Holzhaus in Steinen (SZ).

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