Horw: Raum im Schulhaus Hofmatt geschlossen

Naphthalin-Werte übersteigen WHO-Vorgaben um das 5-fache

Erhöhte Naphthalinwerte im Erweiterungstrakt des Schulhauses Hofmatt in Horw.

Im Schulhaus Hofmatt in Horw (LU) ist man bei einem Verdacht auf erhöhte Naphthalinwerte fündig geworden. Laut Mitteilung der Gemeinde Horw sind zwei Räume des Erweiterungstrakts des Schulhauses betroffen. Die Menge des giftigen Stoffs ist drei und fünf Mal höher als der zugelassene Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Gemeinde Horw ergreift Sofortmassnahmen. 

Bei einem Verdacht auf erhöhte Werte des Gifts "Naphthalin" sind Spezialisten im Schulhaus Hofmatt in Horw fündig geworden: Zwei Räume des Erweiterungstrackts aus dem Jahr 1964 sind in unterschiedlicher Weise betroffen. Wie die Gemeinde Horw mitteilt, besteht im Raum, der für Psychomotorik-Lektionen genutzt wird sowie in einem Schulzimmer eine erhöhte Konzentration von Naphthalin. Die Messungen wurden in der Annahme gemacht, ein Geruch ähnlich jenem von Mottenkugeln, könnte mit dem giftigen Bauhilfsstoff Naphthalin zusammenhängen.

WHO-Vorgaben um das 3- und 5-fache überstiegen

Laut Mitteilung der Gemeinde Horw ergab sich im Psychomotorik-Raum ein Wert von 158 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m3). Im betroffenen Schulzimmer lag der Wert bei 64,5 μg/m3. Für die mögliche gesundheitliche Gefährdung stützt man sich in der Schweiz auf den Richtwert der Welt-Gesundheitsorganisation WHO. Keine Gefährdung besteht demnach bis zu einem Wert von 30 μg/m3. Der Wert wird im betroffenen Schulzimmer um das Doppelte, im Psychomotorik-Raum um das Fünffache überschritten.

Gemeinde Horw ergreift Sofortmassnahmen

Der Psychomotorik-Raum wird als Sofortmassnahme nicht mehr benutzt, so die Gemeinde Horw. Für das ebenfalls betroffene Schulzimmer sei vermehrtes Lüften zur Senkung der Werte ausreichend. In den kommenden Fasnachtsferien will sich die Gemeinde Horw ein umfassenderes Bild der Situation im Schulhaus Hofmatt machen und weitere Messungen durchführen. Langfristige Massnahmen wären Lüftungen zur Reduktion der Naphthalin-Werte oder der Versuch, die Naphthalin-Quellen zu entfernen. Über die Messresultate und weitere Massnahmen informiert die Gemeinde bis spätestens vor den Sommerferien 2019.

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