Texaid: Wohin fliesst der Geschäftsgewinn?

Für die Konkurrenz ist Transparenz kein Problem

Der Chef der Firma Texaid baut mit dem Geschäftsgewinn zwei Villen um, das schrieb der Sonntagsblick. Texaid legt ihre Zahlen nicht offen und nimmt gegenüber Tele1 und Radio Pilatus nur schriftlich Stellung.

Am Sonntag schrieb der Blick, dass die Organisation Texaid ihren Gewinn in den Umbau von zwei Villen investiert. Was mit den Geldern passiert, will die Firma nicht offenlegen. Sie schrieb in einer schriftlichen Stellungnahme: "[…] Wir überprüfen regelmässig gemeinsam mit unseren Aktionären und Partnern, wie wir unsere Transparenz mit weiteren Schritten und Massnahmen weiterentwickeln und ausbauen können. Die aktuellen Medienmeldungen über TEXAID haben uns veranlasst, eine breit angelegte Diskussion zum Umfang der Berichterstattung durch TEXAID zu führen, deren Ergebnis nach Durchführung dieser Gespräche kommuniziert wird. […]"

Partner schweigen

Die fünf Partnerorganisationen, welche 50 Prozent des Unternehmens besitzen, waren für ein Statement vor der Kamera nicht bereit. Doch das Schweizerische Rote Kreuz findet Transparenz wichtig. Das SRK schreibt in einer Stellungnahme: "[…] Wir werden die Frage nach Transparenz und Offenlegung der Zahlen gemeinsam mit den anderen Hilfswerken diskutieren."

Konkurrenz setzt auf Transparenz

Die Organisation Tell-Tex legt ihre kompletten Geschäftszahlen offen. Sie findet es nur fair, dass ihre Spender und ihre Partner genau wissen, wo die Kleider und die Gelder hinkommen. Zum Beispiel verschenken sie, in Zusammenarbeit mit der Berghilfe Schweiz, Kleider an arme Familien in Schweizer Berggebieten. Der grösste Teil der gesammelten Kleider geht jedoch ins Ausland, wo sie dann weiterverkauft werden.

Texaid Container

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