Raiffeisen mit massivem Gewinn-Einbruch

Aufgrund Altlasten von Ex-Chef Pierin Vincenz ging der Gewinn um 40 Prozent zurück

Raiffeisen kämpft mit Lasten aus der Vergangenheit

Die Raiffeisen-Gruppe hat im vergangene Jahr massiv weniger Gewinn gemacht. Wie die Bank mitteilt, lag der Gewinn bei rund 540 Millionen Franken – das sind 40 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Der Gruppengewinn von Raiffeisen ist im vergangenen Jahr auf 541 Millionen Franken gesunken. Im Vorjahr lag dieser noch 40 Prozent höher, wie die Raiffeisen-Gruppe mitteilte. Belastet wurde das Ergebnis vor allem von Bewertungskorrekturen für die unter dem früheren Konzernchef Pierin Vincenz übernommenen Beteiligungen. Die Sondereffekte betrugen total rund 270 Millionen Franken.

Grosse Altlasten von Pierin Vincenz

Ende Januar hatte die Genossenschaftsbank den Schaden noch auf maximal 300 Millionen Franken beziffert. In der Ära Vincenz hatte Raiffeisen Schweiz zwischen 2012 und 2015 durch Zukäufe von Beteiligungen neue Geschäftsbereiche im Wert von über 1 Milliarde Franken aufgebaut. Insgesamt sei das Jahr 2018 für Raiffeisen ein "Jahr der Aufarbeitung und des Neustarts" gewesen, so das Institut.

Aufarbeitung fast abgeschlossen

Mit der unabhängigen Untersuchung zur Ära des früheren Konzernchefs Vincenz sowie der personellen Erneuerung der Bankspitze sei "der Grundstein für die Weiterentwicklung gelegt" worden. Mit dem Verkauf von Notenstein La Roche an Vontobel hat Raiffeisen Schweiz die Entflechtung der Unternehmensstrukturen "fast abgeschlossen". 2019 soll für die Gruppe nun ein "Jahr des Übergangs" werden. 

Quelle: sda

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