LU: Stadtparlament auf "Tunnel lang" fokussiert

Bürgerliche Mehrheit will teuerste Variante genauer prüfen

Visualisierung der Spange Nord Gegenbewegung "Spange Nord"

Beim Autobahn-Zubringer „Spange Nord“ soll der Kanton Luzern die Variante „Tunnel lang“ zum Schlossberg und von dort zur Haldenstrasse weiter im Auge behalten. Das Stadtparlament hat mit 26:19 Stimmen einen Vorstoss überwiesen, der verlangt, dass die Stadt in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton die Vor- und Nachteile einer Variante „Tunnel lang“ genauer prüft.

Dass der Vorstoss überhaupt überwiesen wurde, dafür waren die Grünliberalen verantwortlich. Diese Partei stimmt normalerweise gegen neue Strassen. GLP-Stadtparlamentarier András Özvegyi: "Auf den ersten Blick erstaunt es sicher, dass wir für diesen Vorstoss sind. Wir wollen aber die Variante, welche die das grösste Potential an Stadtaufwertung verspricht, prüfen, nicht mehr und nicht weniger."

"Die arroganten Städter wollen sogar noch die teuerste Variante."

Beim Kanton Luzern sind momentan acht verschiedene Möglichkeiten für die „Spange Nord“ in Prüfung. Die Variante „Tunnel lang“ gehört nur am Rand dazu, weil sie die teuerste ist. Die Überprüfung dauert voraussichtlich bis im Herbst.

Unverständnis bei der Stadtregierung

Dass das Parlament nun den Vorstoss der Bürgerlichen vollständig überwies, stiess bei der Stadtregierung auf Unverständnis. Es könne nicht Aufgabe der Stadt sein, hier nun eine spezielle Prüfung eines Projektes zu verlangen. Korintha Bärtsch von den Grünen warnte vergeblich davor, den Vorstoss zu überweisen: "Wenn dieses Postulat überwiesen wird, dann heisst es beim Kanton, die arroganten Städter wollen jetzt auch noch die teuerste Variante." Das würde den Stadt-Land-Graben nur noch vertiefen.

Grundsätzlich hatte die Stadtregierung Luzern schon vor längerer Zeit bekanntgegeben, dass sie die "Spange Nord" ablehnt.

Dokumente

  1. Antwort auf das Postulat 270 zur Spange Nord. (Stadt Luzern)

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