Immer mehr illegale Waffenimporte

Im Kanton Luzern wurden im März 43 Verfahren eröffnet

Waffen (Archivbild).

Im Kanton Luzern gibt es immer mehr illegale Waffenimporte. Laut Mitteilung der Luzerner Polizei wurden allein im März 43 Verfahren gegen im Kanton Luzern wohnhafte Personen eröffnet. Illegal im Internet bestellt wurden unter anderem Springmesser, Schmetterlingsmesser, Schlagstöcke, Schlagringe oder Soft-Air-Guns.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat gegen 43 Personen ein Verfahren eingeleitet, weil diese im März ohne Bewilligung Waffen in die Schweiz einführen wollten. Die Zollverwaltung hat insgesamt 46 Waffen beschlagnahmt.

Billiganbieter aus Asien

Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, waren 35 der bei der Einfuhr beschlagnahmten Waffen Springmesser, die restlichen Schmetterlingsmesser, Teleskopschlagstöcke oder Schlagringe sowie eine Soft-Air-Gun. Die meisten Waffen wurden bei Billiganbietern in China oder Asien bestellt.

Fehlende Bewilligungen

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im Februar vor Waffenbestellungen via Internet im Ausland gewarnt und darauf hingewiesen, dass ein legaler Import entsprechende Bewilligungen voraussetze. Die Zahl solcher Fälle nehme stark zu. Die Bestellungen erfolgten aber oft ohne kriminelle Absicht.

Die Staatsanwaltschaft betont, dass eine solche Bestellung rechtliche Folgen habe. Neben hohen Kosten für Bussen, Geldstrafen und Gebühren gebe es bei einem Schuldspruch auch einen Eintrag ins Strafregister.

Quelle: sda

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