Stadt prüft Parkhaus beim Pilatusplatz

Für die Sanierung des Pilatusplatzes sind noch zwei Varianten offen

Die Luzerner Stadtregierung will am Pilatusplatz den Bau eines unterirdischen Parkhauses abklären. Dies im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung des Gebietes rund um den Pilatusplatz. Aktuell sind noch zwei Varianten offen: Die heutige Verkehrsführung mit leichten Veränderungen beibehalten oder die sogenannte "Y-Variante", bei welcher der Abschnitt Obergrundstrasse bis Stadtverwaltung in eine "Flaniermeile" umgewandelt und der Autoverkehr komplett auf den Hallwilerweg verlagert werden würde. Die Luzerner Stadtregierung will sich bis Mitte 2020 für eine der Varianten entscheiden.

Die Stadt Luzern, der Kanton, EWL und REAL planen am Pilatusplatz ein umfassendes Sanierungs- und Aufwertungsprojekt. Dabei werden diverse Massnahmen des kantonalen Strassenbauprogramms mit dringend anstehenden Werkleitungssanierungen gemeinsam geplant. Ein entsprechendes Vorprojekt liegt bereits vor. 

"Y-Variante" mit unterirdischem Parkhaus

Aufgrund von Anregungen aus einer eingesetzten Begleitgruppe liess die Stadt nebst dem Vorprojekt noch eine alternative Verkehrsführung, die so genannte Y-Lösung, prüfen. Diese sieht vor, die während der Bauzeit vorgesehene provisorische Verkehrsführung als dauerhafte Lösung beizubehalten.

Die Luzerner Stadtregierung will mit einer Machbarkeitsstudie abklären, ob ein unterirdisches Parkhaus beim Pilatusplatz allenfalls sinnvoll wäre. Im Rahmen einer Konsultation zum städtischen Vorschlag der neuen Verkehrsführung am Pilatusplatz, den nun auch der Kanton vertieft prüfen will, wurden Bedenken geäussert zum Abbau von Parkplätzen.

Konkret soll dabei der Verkehr stadtauswärts vom Pilatusplatz her in Richtung Kasernenplatz nicht mehr über die Obergrundstrasse entlang der Stadtverwaltung geführt werden, sondern über den Hallwilerweg, wo heute die Fahrzeuge stadteinwärts fahren. Die Stadt findet diese Variante interessant, da sie "einen grösseren Mehrwert biete als das Vorprojekt", wie sie in einer Medienmitteilung vom Donnerstag festhält.

Entscheid zwischen zwei Varianten

Die Stadtregierung hatte dazu im vergangenen November eine Konsultation gestartet. Die Auswertung liegt nun vor. Der Kanton als Eigentümer der Strassen rund um den Pilatusplatz und somit auch als Bauherr sei bereit, diese Y-Lösung vertieft zu prüfen. Der Kanton wolle zwischen den beiden Varianten entscheiden, wenn auch die alternative Verkehrsführung als detailliert ausgearbeitetes Projekt vorliege.

Dafür verlangt die Stadtregierung aber zusätzliche Untersuchungen. Denn von vielen Seiten sei der Parkplatzabbau rund um den Inselbau als "herben Verlust", insbesondere für das Gewerbe und die Dienstleistungsunternehmen, bezeichnet worden. Aktuell gibt es dort 46 öffentliche Parkplätze, 26 bis 34 müssten gemäss dem Vorprojekt definitiv weichen. Bei der Y-Lösung würden laut Stadtrat noch "eine Handvoll" bleiben.

Deshalb will die Stadtregierung prüfen, inwieweit der Parkplatzverlust kompensiert werden könnte. Als Option sollen unter anderem unterirdische Parkplätze unter der Obergrundstrasse auf der Höhe der Stadtverwaltung analysiert werden.

Da diese Untersuchungen die Realisierung des Gesamtprojekts in die Länge ziehen und mit der Sanierung diverser Werkleitungen nicht mehr länger zugewartet werden könne, werden einige Teilprojekte vorgezogen.

Quelle: sda

So könnte der Pilatusplatz dereinst aussehen (Archivbild). Ist-Zustand Pilatusplatz

Audiofiles

  1. Stadt Luzern prüft ein unterirdisches Parkhaus beim Pilatusplatz. Audio: Sophie Müller, Radio Pilatus AG

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