Flüchtlingsfrage: Stadt Luzern will ein Zeichen setzen

Sie will sich mit anderen Städten solidarisieren

Die Stadt Luzern soll ein sicherer Hafen für Flüchtlinge werden.

Die Stadtregierung will der Initiative "Solidarity Cities" beitreten. Sie kommt damit der Forderung eines Vorstosses aus dem Stadtparlament nach. Die Stadt Luzern setzt damit ein Zeichen und solidarisiert sich mit anderen Städten in der Flüchtlingsfrage.

Der Vorstoss will, dass die Stadt Luzern zu einem sicheren Hafen für Flüchtlinge wird. Die Stadtregierung gibt in ihrer Stellungnahme vom Donnerstag zwar zu bedenken, dass das Schweizer Asylwesen auf Bundesebene organisiert sei, und die Rolle der Städte in der Flüchtlingspolitik von Entscheiden des Bundesrates abhänge. So sei es etwa nicht möglich, Menschen auf der Flucht direkt aufzunehmen. Der Vorstoss hatte unter anderem gefordert, die Stadt Luzern müsse sich dafür einsetzen, dass geflüchtete Menschen von Schiffen aufgenommen würden.

Luzern betreibt seit 18 Jahren eine aktive Integrationspolitik, hält die Regierung fest. Städte spielen als Ankunftsorte für Migranten eine prioritäre Rolle und leisten bereits heute einen wesentlichen Teil der Integrationsarbeit. So lebten Ende 2018 in der Stadt Luzern über 1500 Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und Asylsuchende.

Unterstützung durch "Solidarity Cities"

Die Stadtregierung sieht es als angebracht, der Initiative "Solidarity Cities" beizutreten, die 2016 von der griechischen Hafenstadt Athen initiiert wurde. Inzwischen zählt sie 14 Mitglieder, darunter auch Zürich. Ihr Ziel ist es, die Städte bei der erfolgreichen sozialen und wirtschaftlichen Integration von Flüchtlingen zu unterstützen. Die Initiative ermöglicht Wissens- und Informationsaustausch und bietet auch finanzielle sowie technische Unterstützung bei der Unterbringung und Integration von Menschen auf der Flucht.

Quelle: sda

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