Spange Nord: Abwertung der Liegenschaften

Betroffene befürchten Geld zu verlieren

Die Spange Nord gibt in der Stadt Luzern schon lange zu reden. Die Betroffenen haben nun Angst, dass ihre Häuser wegen der geplanten Schnellstrasse weniger Wert haben könnten. Sie gründen am Donnerstagabend eine neue Interessengemeinschaft.

Das Projekt Spange Nord sieht vor, den Verkehr in der Stadt Luzern über die Quartiere Hochwacht, Maihof und Luegisland umzuleiten. Das bedeutet, dass einige Häuser abgerissen werden müssten. Zusätzlich gäbe es für Häuser und Wohnungen in unmittelbarer Nähe eine Abwertung des Liegenschaftswertes, wie die Betroffenen befürchten.

Neue Interessengemeinschaft

Die Haus- und Wohnungsbesitzer wehren sich gegen das Projekt Spange Nord. Sie werfen dem Kanton Luzern vor, nicht genügend informiert zu haben. Sie wollen wissen, wie es finanziell für ihre Liegenschaften aussieht, wie sie gegenüber Radio Pilatus und Tele 1 sagen. Sie gründen am Donnerstagabend eine Interessengemeinschaft. An der Informationsveranstaltung werden auch Experten aus den Bereichen Verkehr, Architektur und Finanzen anwesend sein, um die Anwohner zu informieren und aufzuklären.

Nur schriftliche Stellungnahme

Der Kanton Luzern hat am Donnerstag nur schriftlich Stellung genommen: "Das Projekt «Spange Nord» wird extern überprüft. Wer in welcher Form davon betroffen sein wird, kann aus heutiger Sicht noch nicht beantwortet werden. Mit den Resultaten aus der Überprüfung rechnen wir im Herbst 2019."

Die Betroffenen sind sich sicher, dass sie mit ihren Einsprachen dieses Projekt um Jahre verzögern können. Sie werden nicht aufgeben und werden für ihr zu Hause kämpfen, so der direktbetroffene Hausbesitzer Urban Frye.

Betroffene befürchten Geld zu verlieren (Archivbild).

Audiofiles

  1. Anwohner der geplanten Spange Nord befürchten Geld zu verlieren. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG

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