Pädophile Taten verhindern

Information und Sensibilisierung sollen gegen pädophile Taten schützen

Wenn Trainer, Eltern, Kinder und Jugendliche gegenüber möglichen pädophilen Taten sensibilisiert und informiert sind, lassen sich entsprechende Vorfälle besser verhindern oder schneller aufdecken.

In Emmen und Horw hatte ein 21-jähriger Handwerker und Assistenztrainer vom Sportclub Emmen rund 80 Kinder und Jugendliche heimlich in Umkleidekabinen von Schwimmbäder und Turnhallen gefilmt. Als er im Schwimmbad Mooshüsli in Emmen erneut verdeckt mit seinem Natel filmte, flog der Mann auf und wurde festgenommen. Er hat seine Tat gestanden. Nun stellt sich die Frage, mit welchen Massnahmen sich solche Vorfälle verhindern lassen.

Der Innerschweizer Fussballverband sensibilisiert seine Trainer, dass sie in der Garderobe nichts zu suchen haben, wenn die Kinder sich umziehen oder duschen. Das gleiche gilt auch für die Eltern. Weiter arbeitet der Fussballverband mit Pro Juventute zusammen. Kinder und Jugendlich aber auch Eltern und Trainer können bei möglichen Vorfällen oder Verunsicherung während 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr anrufen und erhalten professionelle Hilfe.

Aber auch bauliche Massnahmen können mögliche Vorfälle verhindern. So hatte man im Horwer Schulhaus Spitz vor längerer Zeit ein Fenster, durch welches Kinder in der Garderobe gefilmt wurden, mit einer undurchsichtigen Folie abgedeckt.

Auch in der Gemeinde Emmen wurden gewisse Massnahmen getroffen. Diese kommunizieren und publizieren sie jedoch nicht, da sie dadurch den potenziellen Tätern die Tat erleichtern könnten.

Garderobe Schwimmbad Mooshüsli

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