Bischof Huonder bleibt vorläufig im Amt

Eigentlich hätte der 77-Jährige am Ostersonntag abtreten sollen

Screenshot Tele1

Der Churer Bischof Vitus Huonder bleibt vorläufig im Amt, obwohl er eigentlich am Ostersonntag hätte abtreten sollen. Grund dafür ist die fehlende Nachfolge, wie das Bistum Chur mitteilt.

Huonder hätte eigentlich am Ostersonntag, seinem 77. Geburtstag, nach knapp 12 Jahren im Bischofsamt abtreten sollen. Ein neuer Termin für das Ende von Huonders Amtszeit ist laut dem Bischöflichen Ordinariat in Chur nicht bekannt. Im Prozedere für die Ablösung von Huonder war vor Ostern kein Wort an die Öffentlichkeit gedrungen. Alle Namen, die im Zusammenhang mit der Nachfolge des abtretenden Churer Bischofs ins Spiel gebracht worden sind, gründen auf Spekulationen.

Huonder polarisierte immer wieder

Als der Churer Bischof dem Papst vor zwei Jahren - dem Kirchenrecht folgend - den Rücktritt angeboten hatte, bat ihn der Vatikan, noch zwei Jahre zu bleiben. Diese beiden Jahre hätten am Ostersonntag geendet. Nun kommt es zu einer weiteren Verlängerung. Bischof Huonder polarisierte in seiner Amtszeit mehrmals sehr stark und löste schärfste Kontroversen aus. Dies unter anderem wegen seinen Ansichten zu Homosexualität, Schwangerschaftsabbruch oder Verhütung.

Viele wünschen sich einen "Wogenglätter"

In den vergangenen Wochen war die mögliche Nachfolge Huonders immer wieder ein Thema. Mehrfach äusserten verschiedene Akteure den Wunsch nach einer Integrationsfigur, einem Wogenglätter oder einem Gräbenzuschütter. Der zukünftige Bischof soll sich öffnen und mehr Mitgefühl für Alle zeigen, so die vielgeäusserte Meinung. Mögliche Kandidaten wurden genannt, jedoch nie von offizieller Seite. Dem Bistum Chur gehören nebst Graubünden auch die die Kantone Schwyz, Uri, Nid- und Obwalden, Zürich und Glarus an. 

Quelle: sda

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