Tausende Kinder erhalten neu eine Prämienverbilligung

Nach dem Kanton Luzern mussten weitere Kantone nachziehen

72' 000 Kinder profitieren in der Schweiz von den neu angepassten Prämienverbilligungen.

72' 000 Kinder profitieren in der Schweiz von den neu angepassten Prämienverbilligungen. Dies schreibt der Sonntagsblick. Nach dem der Kanton Luzern gezwungen wurde die Prämienverbilligung anzupassen, mussten auch diverse andere Kantone nachziehen. 

Ins Rollen geriet das ganze durch ein Bundesgerichtsurteil. Dieses gab der SP Luzern Recht, dass die Luzerner Bevölkerung zu wenig Prämienverbilligungen erhält.  Die Einkommensgrenze von 54'000 Franken entspreche nicht dem Sinn und Geist des Bundesrechts, da nur ein verschwindend kleiner Teil des Spektrums der mittleren Einkommen in den Genuss der Prämienverbilligung komme. Vorgesehen wäre, dass die breite Masse des Mittelstandes profitiert. 

Daraufhin musste der Kanton Luzern die Einkommensgrenze für die Prämienverbilligung anpassen. Doch nicht nur der Kanton Luzern, auch andere Kantone mussten reagieren. Denn: Die SP Luzern wollte es nicht beim Kanton Luzern belassen, sondern drohte anderen Kantonen damit, sie ebenfalls zu verklagen, sollten sie die Einkommensgrenze nicht ebenfalls noch einmal überprüfen.

Dadurch müssen nun nicht nur Eltern im Kanton Luzern, sondern auch in den Kantonen Bern, Zürich, Wallis, Neuenburg und auch Appenzell Ausserrhoden weniger für die Krankenkassen ihrer Kinder bezahlen. 

Am meisten Änderungen gab es im Kanton Zürich. Dort profitieren 44'000 Kinder von den Anpassungen. Hingegen im Kanton Luzern sind es rund 8'000 Kinder.

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